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Der Pricing Strategy Builder

Im Pricemonitor gibt es ab sofort eine großartige Neuheit: Im Bereich Repricing unter Preisstrategien finden Sie den Pricing Strategy Builder.

Was ist der Pricing Strategy Builder?

Dabei handelt es sich um eine komplett neue Art und Weise, Preisstrategien zu erstellen. Ab sofort wird es übersichtlich, intuitiv und sehr schnell und einfach editierbar dank der visuell hervorragenden Darstellung der einzelnen Elemente einer Strategie.

In der Vergangenheit war es bereits möglich, sehr feine Strategie-Einstellungen vorzunehmen. Dennoch wurde es recht schnell unübersichtlich, wenn mehr als eine Bedingung definiert wurde.

Wie funktioniert der Pricing Strategy Builder?

Sie finden nun im Pricing Strategy Builder drei Elemente, die sie sehr individuell zusammensetzen bzw. verzweigen können. Die Elemente Parameter, Bedingung und Preisberechnung werden in einer Art Baumstruktur angelegt. Auf jeder Element-Ebene gibt es Hinweise zu allen Möglichkeiten, um ihre Strategie optimal abzubilden. Durch die Bedingungs-Elemente sind sinnvolle Verzweigungen möglich: “Wenn etwas der Fall ist, gehe Weg A, ansonsten Weg B oder C”.

Verzweigungen oder einzelne Elemente können sie im Handumdrehen ganz oder teilweise kopieren, editieren, löschen oder Neu hinzufügen.

Die Visualisierung ihrer Preisstrategien durch den Pricing Strategy Builder unterstützt Sie dabei, ihre Möglichkeiten der Preisstrategien voll auszuschöpfen. Durch die Baumstruktur sowie der einzelnen Erklärungen, ist es ein Leichtes, jede Strategie nachvollziehen zu können – auch wenn Sie diese nicht selbst angelegt haben.

Die wichtigste Frage: Ändert sich in meinem bestehenden Strategien etwas?

Nein! Ihre bisherigen eingestellten Strategien wurden mit dem Launch des Pricing Strategy Builder automatisch auf die Baumstruktur umgezogen.


Unser Support steht Ihnen tatkräftig zur Seite bei all Ihren Fragen zum neuen Pricing Strategy Builder. Buchen Sie doch direkt eine kostenlose Trainingssession mit unserem Support Team, um den Pricing Strategy Builder kennezulernen.


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Die neue Platform-to-Business-Verordnung – ein Schritt in die richtige Richtung, aber..

Im E-Commerce steigt die Zahl der Online-Händler immer weiter an. Um Konsumenten in der Kaufentscheidung zu unterstützen, gibt es Online-Suchmaschinen, Preisvergleichsseiten und -Plattformen, welche unter anderem Produkt-Rankings und -Listen zur Verfügung stellen. Koknret geht es dabei um Plattformen wie idealo.de, Google Shopping, amazon.deoder ebay.de. Es sind auch die Plattformen, die oft darüber entscheiden, in welchem Shop ein Konsument sein Produkt kauft. Nämlich bei dem, mit dem attraktivsten Preis, z.B. dank Dynamic Pricing. Über die Vermittlungsdienste bieten dann gewerbliche Plattformnutzer ihren Verbraucher-Kunden Produkte an.
Bisher gab es seitens der seiteninternen Algorithmen der Plattformbetreiber wenig Transparenz. Der Konsument und auch der anbietende Händler wussten also nicht, wie die Reihenfolge der Listen genau zustande kommt.

Um diese Marktmacht der Plattformbetreiber einzugrenzen, verabschiedete der europäische Gesetzgeber eine neue Platform-to-Business Verordnung, welche in Zukunft für mehr Transparenz und Fairness sorgen soll.

Die Fakten in Kürze

  • Was? Platform-to-Business VO oder kurz P2B-VO
  • Wann? gültig ab 12.07.2020
  • Für wen? Online-Vermittlungsdienste und Online-Suchmaschinen
  • Wo? EU-Mitgliedstaaten

Was soll verändert werden?

Wie bereits erwähnt, soll die Transparenz der Rankings auf Preisvergleichsseiten gesteigert werden, was die Offenlegung der Ranking-Parameter beinhaltet. Dadurch soll unter anderem verhindert werden, dass Online-Händler (auch nach Preisoptimierung) plötzlich nicht mehr im Ranking auftauchen. Außerdem soll durch die neue Verordnung aufgezeigt werden, wie die Rankings zustande kommen und ob Online-Händler beispielsweise durch Zahlung von Entgelt den eigenen Rang beeinflussen können. Zahlt ein Online-Shop ein direktes Entgelt an einen Plattformbetreiber, so wird dieses hauptsächlich für eine Verbesserung des Rankings genutzt. Dabei kann es sich auch um ein indirektes Entgelt handeln, das zum Beispiel durch die Nutzung von Zusatzdienstleistungen oder Premiumfunktionen entsteht.

Was bedeutet das?

Müssen Plattformen die neuen Angaben tatsächlich auf Ergebnisebene angeben oder genügt ein allgemeiner Hinweis “Werbung” auf der Seite (wie z.B. der Online-Marktplatz Google Shopping das macht)?
Aktuell betrifft die P2B-VO lediglich die AGB und beinhaltet noch keine direkten Hinweise auf den Plattformen selbst.
Das bedeutet, dass der Plattformbetreiber die AGB in einfacher und verständlicher Form öffentlich zur Verfügung stellen muss. Darin muss mindestens vermerkt sein, was die Hauptparameter des Rankings sind und welche Gründe es “für die relative Gewichtung dieser Hauptparameter gegenüber anderen Parametern” (Auszug aus der P2B-VO, §5 (3)) gibt.
Diese Hauptparameter sind Indikatoren, welche zur Messung der Qualität des Online-Shops (z.B. Waren oder Dienstleistungen) verwendet werden. Ein Hauptparameter könnte beispielsweise die Darstellungsmerkmale des Online-Angebots sein.

Fazit

Die neue Verordnung ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung wenn es um die Transparenz und Fairness von Online-Plattformen und Suchmaschinen geht. Auch  “Allerdings wäre eine Kennzeichnungspflicht für die einzelnen Einträge, die durch Entgelt finanziert sind (=Werbung), wichtiger”, betont Patagona Geschäftsführer und Repricing-Experte Maximilian Bank. “Das wäre für den Verbraucher und auch für den listenden Händler fairer und somit noch transparenter.”

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Mehrwertsteuersenkung als Unterstützung? Das Konjunkturpaket

In Folge der Corona-Krise zeigt sich der Handel vielerseits als angeschlagen. Dem soll mit einer Senkung der Mehrwertsteuer entgegengewirkt werden, sodass vom 01.07. bis 31.12.2020 der Mehrwertsteuersatz von 19 auf 16 Prozent (bzw. von 7 auf 5 Prozent) gesenkt wird.
Doch wer profitiert von diesem neuen Konjunkturpaket und welche Änderungen können erwartet werden?

Die Fakten in Kürze

      1. Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 16 Prozent / 7 auf 5 Prozent
      2. Zeitraum: 01.07. bis 31.12.2020
      3. Umfang des Konjunkturpakets: 130 Milliarden Euro

Eine Steuersenkung klingt im ersten Moment für viele sicherlich nach einer positiven Entlastung. Doch wie in der Vergangenheit bereits bewiesen, muss diese nicht zwangsläufig für reduzierte Preise für die Konsumenten sorgen. Die Frage danach, wer von der Mehrwertsteuersenkung profitiert hat viele Facetten und kann sicherlich erst in Zukunft geklärt werden.
Mögliche Szenarien lassen sich hier jedoch beispielhaft durchspielen.

Szenario #1 – Der Konsument profitiert

In diesem Fall müsste die Steuersenkung vom Händler an den Konsumenten weitergegeben werden, sprich es werden niedrigere Verkaufspreise ausgeschrieben. Für den Händler ändert sich erst einmal nichts grundlegendes. Der Konsument kann mit günstigeren Preisen rechnen.

Szenario #2 – Der Händler profitiert

Hier würde der Händler die Verkaufspreise nicht anpassen, um die eigene Marge zu erhöhen. Für den Konsumenten ändert sich nichts.

Szenario #3 – Beide profitieren

Die Preise werden nicht ganz angepasst, sondern nur zu einem bestimmten Teil – z.B. um 1,5 % gesenkt oder um einen absoluten Wert €, sodass dem Konsumenten signalisiert wird, es gibt eine Preissenkung – wenn auch nicht in voller Höhe der Mehrwertsteuersenkung.

Wie hoch die Preissenkungen und preislichen Auswirkungen im einzelnen wären, lässt sich mit dem Blitz-Rechner sehr einfach berechnen. Wie in der Vergangenheit jedoch bereits festgestellt, kommt eine tatsächliche Preissenkung nicht beim Konsumenten an. Tendenziell ist allerdings davon auszugehen, dass Konsumenten erst bei sehr hochpreisigen Artikeln eine merkliche Entlastung spüren.

Der Blick nach Großbritannien

Während der Wirtschaftskrise wurde die Mehrwertsteuersenkung bereits 2008 in Großbritannien veranlasst. Die 13-monatige Senkung brachte allerdings nicht den erhofften Erfolg ein. Zwar wurde die Entlastung anfangs durch reduzierte Artikelpreise an die Verbraucher weitergegeben, doch das Institute for Fiscal Studies (IFS) fand heraus, dass die Preise im Laufe des Jahres wieder anstiegen. Insgesamt konnte ein Anstieg der gesamten Konsumausgaben von lediglich 0,4 Prozent festgestellt werden.
Für die Mehrwertsteuersenkung in Deutschland kann keiner in die Kristallkugel blicken. Ob das Beispiel aus Großbritannien auch in Deutschland zur Realität wird, wird sich zeigen.

Die Möglichkeiten der Händler

Welche Strategie für Händler am sinnvollsten ist, hängt vom Einzelfall ab. Allerdings möchten wir hier einmal mehrere Prognosen abgeben, um auf mögliche Wettbewerbsveränderungen vorzubereiten.

      1. das Preisniveau sinkt komplett
        → hier ist zu empfehlen, die eigenen Preise wenigstens grob an den Wettbewerb anzupassen um Kunden nicht zu verlieren
      2. das Preisniveau bleibt gleich
        → eine Preisanpassung nach unten könnte sich hier für einige Händler lohnen, um neue Kunden zu gewinnen
      3. das Preisniveau sinkt am Anfang, wird aber sukzessive wieder angehoben
        → auch hier sollte nicht gegen den Strom gearbeitet werden, wobei eine langsame Anpassung nach oben zum Jahresende für weniger Überraschungen auf Konsumentenseite sorgen kann

Wichtig in diesem Zusammenhang ist eine optimale Anpassung der Preise an die Kosten des Unternehmens. Um als Händler die Mehrwertsteuersenkung an die Konsumenten weitergeben zu können, muss darauf geachtet werden, die eigenen Kosten passend zu kalkulieren (Mindestpreiskalkulation). Konkret bedeutet das, dass es eine Änderung der Fixkosten stattfindet, wodurch sich der Deckungsbeitrag in positive Richtung ändern dürfte.

Hilfreich dafür kann dieser Blogbeitrag zum Thema “Kosten als Faktor bei der Preisgestaltung von Online-Shops” sein.

Was Online-Händler bisher sagen

Eine Umfrage von onlinehaendler-news.com ergab, dass viele Online-Händler eher wenig begeistert von den Veränderungen sind. Vor allem der hohe Aufwand stellt einigen eine große Hürde. Wieder andere sehen den Aufwand eher in der Größenordnung “zwei Klicks und fertig”. Wie stark die Mehrwertsteuersenkung Online-Händler letztendlich beeinflusst, hängt in diesem Zusammenhang vom einzelnen Unternehmen ab.

Strategie-Impulse für Händler

Wie mithilfe des Blitz-Rechners festzustellen ist, sind die meisten Verkaufspreise unter Einbeziehung der gesenkten Mehrwertsteuer sogenannte Krumme Preise. Diese können im Zuge der Preispsychologie eine Auswirkung auf den Abverkauf haben.
Neben den Krummen Preisen können sich außerdem glatte Preise durch eine Rundung anbieten. Diese Art von Preisen können eine höhere Produktqualität ausdrücken und sind daher ebenfalls in Betracht zu ziehen.

Was es zu beachten gilt

Diese besondere Situation trägt mit sich, dass noch nicht alle Seiten und Eventualitäten geklärt sind. Diese Fragen sollten Sie als Händler im Hinterkopf behalten:

      1. Was passiert, wenn Ware mit 19 Prozent Mwst. eingekauft wurde, und nun mit 16 Prozent verkauft wird?
      2. Was passiert mit Kommissionsware?
      3. Wie geht man mit Dropshipping um?
      4. Was passiert mit Ware, welche nach dem 31.12.2020 retourniert wird?

Wie wirkt sich die Mehrwertsteuersenkung im Pricemonitor aus?

  1. Im Pricemonitor werden die Brutto-Preise optimiert – insofern ist eigentlich nichts zu tun.
  2. Händler müssen eben im jeweiligen Shopsystem dafür sorgen, dass in die richtige MwSt angzeigt wird.
  3. Da ggf. das Preisniveau leicht sinkt, kann es sinnvoll sein, die Min- und Maxpreisgrenzen anzupassen, falls man das möchte.

Können wir Ihnen bei einer neuen Preisstrategie oder bei einer Anpassung einer solchen behilflich sein? Kontaktieren Sie uns gerne per Mail (kontakt@patagona.de) oder über unser Ticketsystem. Wir freuen uns auf spannende Projekte!