Kategorien
Allgemein blog Händler Online-Marktplätze

Strategievorschläge für Verkaufsevents – Vorbereitet für den Black Friday

Die Sommersaison ist vorbei und die wohl wichtigsten Events im Onlinehandel bahnen sich langsam an: Der Black Friday und Cyber Monday stehen erst zwar Ende November an, doch als Onlinehändler, der an diesen wichtigen saisonalen Events eine Menge Conversions umsetzen möchte, sollten Sie gut gerüstet sein für den doch hart umkämpften Wettbewerb. Doch welche konkreten Tipps können Sie nach vorne bringen und welche Strategieansätze stehen zur Verfügung?

Richtig vorbereitet sein – mit Ihren Preisstrategien

Die beiden saisonalen Events im E-Commerce erfreuen sich somit stetiger Beliebtheit bei Kunden – und auch immer mehr Händler nutzen den Black Friday und Cyber Monday, um ihre Produkte an den Mann zu bringen. Das Wettbewerbsumfeld ist an diesen Tagen natürlich noch umkämpfter und kurzfristige Preisanpassungen an die Konkurrenz erfolgen schnell. Doch unabhängig davon, ob und in wie weit Sie an dem Black Friday (BF) & Cyber Monday (CM) Geschehen teilnehmen oder nicht teilnehmen möchten – es lohnt sich über den Umgang Ihrer Preise rund um die Tage des Verkaufsevents nachzudenken.

Wir haben Ihnen drei unterschiedliche Strategieansätze zusammengestellt. 

Strategie 1 – Man möchte sich mit dem Black Friday nicht beschäftigen

  1. Als erstes wird ein neues Artikel-Tag z.B. namens “Black Friday-Strategie” hinzugefügt. 
  2. Dann werden die Wochentage, an denen die Strategie laufen soll, hinzugefügt z.B. Freitag (BF), Samstag, Sonntag, Montag (CM).  
  3. Jetzt wird die Bedingung hinzugefügt: Man möchte sich nur mit Angeboten vergleichen, die einen Preis haben, der über dem eigenen Minimalpreis liegt.  Preis > MinPreis. Ansonsten gilt die Standardstrategie. Das bedeutet, dass für alle Angebote, die preislich (eh) über meinem MinPreis liegen, auch ganz normal Preisempfehlungen berechnet und ggf. übernommen werden.

Warum ist diese Strategie von Bedeutung?

Bei dieser Strategie gehen wir davon aus, dass es viele Angebote geben wird, die kurzzeitig aggressiv mit günstigen Preisen an den Markt gehen. Es kann sein, dass diese Angebote bei Ihrer Standardstrategie dazu führen, dass Sie den Mininmalpreis annehmen (müssen). Diese Situation wird mit der oben beschriebenen Strategie vermieden und die Angebote, die sowieso unterhalb ihres Minimalpreises liegen, werden im Repricing-Prozess nicht berücksichtigt.

Strategie 2 – Anpassungsstrategie für den Black Friday

Eine Strategie für den Fall, wenn man normalerweise nicht auf den Konkurrenzkampf eingehen, aber an den Tagen um Black Friday und Cyber Monday besonders wettbewerbsfähig sein möchte.

  1. Als erstes wird ein neues Artikel-Tag z.B. namens “Black Friday-Strategie” hinzugefügt
  2. Dann werden die Wochentage, an denen die Strategie laufen soll, hinzugefügt z.B. Freitag (BF), Samstag, Sonntag, Montag (CM). 
  3. Nun werden die Ziele (Parameter) festgesetzt: Position 1 und Preisabstand zum günstigsten Angebot soll 0 sein. Zusätzlich kann eine Auf- oder Abrundung auf 99 Cent sinnvoll sein. 
  4. Die Standard-Strategie, die man normalerweiser verfolgt, wird um eine Stufe nach unten verschoben (siehe Bild). Sie wird für alle Artikel angewandt, die nicht mit dem unter 1. definierten Tag “Black Friday-Strategie” markiert wurden.

Warum ist diese Strategie von Bedeutung?

Angenommen wird, dass die Standard-Strategie eine Position z.B. auf zweiter Position anstrebt. Das bedeutet man lässt sich im Normalfall nicht auf den Preiskampf um Position 1 ein. Am Black Friday möchten Sie aber bei den Preisen vorne mit dabei sein, daher benötigen Sie eine Anpassungsstrategie für den Black Friday. 

Strategie 3 – Beim Black Friday vorne dabei sein

Black Friday und Cyber Monday sind wichtige Tage für Ihr Sortiment, und für diese Tage wird eine spezielle Strategie angewandt. Sie möchten Preistreiber sein und trotzdem sicherstellen, dass Sie nicht den Minimalpreis annehmen (müssen), sondern eine sichere Marge einkalkuliert haben.

  1. Als erstes wird ein neues Artikel-Tag z.B. namens “Black Friday-Strategie” hinzugefügt und je nach dem allen oder nur einem Teil der Artikel zugeordnet.
  2. Dann werden die Wochentage, an denen die Strategie laufen soll, hinzugefügt z.B. Freitag (BF), Samstag, Sonntag, Montag (CM). 
  3. Nun wird die Preisformel eingegeben – zum Beispiel will man immer 10 % über dem eigenen Minimalpreis liegen: Mininmalpreis*1.1

Achtung: Bei allen vorgeschlagenen Strategien ist es wichtig, dass Sie nach Ablauf der Verkaufstage, in diesem Beispiel spätestens am Dienstag, die Black-Friday Strategien wieder deaktiviert werden, da sonst ab Donnerstag oder Freitag, je nach dem welche Wochentage ausgewählt wurden, wieder die Strategien zu greifen beginnen. 

Black Friday

Der Black Friday ist ein beliebtes Verkaufsevent des Einzelhandels, das den Konsum bei den Kunden mit meist großen Rabatten anregen sollen. Die Ursprünge dieses Events finden sich in den USA. Jeden 4. Freitag im November, ein Tag nach Thanksgiving, gibt besonders der Onlinehandel mit vielen Preissenkungen oder Produktneuheiten Gas. Oftmals dehnen Händler die Rabattaktion sogar auf mehrere Tage aus. Zuletzt gab es eine Auseinandersetzung darüber, inwieweit die eingetragene Wortmarke “Black Friday” genutzt werden darf. Fest steht, für werbliche Zwecke liegt kein Markenschutz vor. Dieses Jahr fällt der Black Friday auf den 27. November.

Cyber Monday

Als Antwort auf den ursprünglich aus dem stationären Einzelhandel stammenden Black Friday liegt der Fokus am Cyber Monday auf Rabatten im Online-Handel. Der Cyber Monday findet in der Regel am darauffolgenden Montag des Black Fridays statt. Dieses Jahr fällt der Cyber Monday auf den 30. November. 

Beliebter Start ins Vorweihnachtszeit-Geschäft

Drei von vier Deutschen (76 Prozent) kannten schon 2017 den Begriff und die Bedeutung des Black Fridays und mehr als die Hälfte (58 Prozent) den Cyber Monday. Somit wurden ebenso ausgiebig die großzügigen Rabatte des Handels genutzt. Die Aktionstage haben einiges an Bekanntheit in Deutschland zugelegt, denn im Jahr 2015 kannten bisher nur 35 Prozent den Black Friday und sogar 45 Prozent den Cyber Monday überhaupt nicht.

Mit dem Pricemonitor auf alles gefasst sein

Preise automatisch regulieren, auf die Konkurrenz reagieren und sich auf den ersten Plätzen befinden – nicht nur zum Black Friday und Cyber Monday wichtig. Mit dem Pricemonitor lassen sich Preisanpassungen sowie Preisstrategien leicht und unkompliziert umsetzen. Interessiert? Dann freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme und laden Sie herzlich dazu ein, unseren Testaccount auszuprobieren.

Kategorien
Allgemein blog Händler Online-Marktplätze

Sommerschlussverkauf im E-Commerce: Warum saisonales Repricing wichtig ist

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende und die Herbstsaison steht in den Startlöchern. Coronabedingt ist wohl das Stattfinden des typischen, großen Sommerschlussverkaufes im stationären Handel dieses Jahr eher unwahrscheinlich. Doch vor allem ersten Halbjahr lagen die Umsätze z.B. im Modehandel nach Schätzungen des BTE um 30 bis 40 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Umso wichtiger ist es, auch im Onlinehandel nicht den Anschluss zu verlieren. Warum saisonales Pricing dabei eine immense Hilfe sein kann und wie dies am übersichtlichsten zu händeln ist, stellen wir Ihnen im folgendem Beitrag vor.

Was ist saisonales Pricing?

Bei Saisonende müssen oftmals saisonale Produkte den neuen Lagerbeständen weichen. Auch der Preis der saisonalen Artikel muss somit angepasst werden. Andere, typische saisonale Zeiträume sind z.B. das Weihnachtsgeschäft oder saisonale Verkaufsevents wie der Black Friday oder Cyber Monday. An diesen Spitzenevents im E-Commerce sollten Händler mithalten können, um an den umkämpften Zeiträumen nicht abgehängt zu werden. Dazu sollte die Konkurrenz beobachtet werden und bei möglichen Preisänderungen sofort reagiert werden, da ansonsten wertvolle Conversions verloren gehen könnten. Das manuelle Überwachen der Konkurrenz, vor allem bei saisonalen Events ist mitunter fast unmöglich – und das direkte Reagieren auf die Preisveränderungen erfolgt verspätet. Jedoch lohnt es sich, sich gerade zum Sommerschlussverkauf auf den ersten Seiten der Portale sowie Marktplätzen gut zu positionieren, um somit auch wertvolle Conversions zum Saisonende zu sammeln.

Auch saisonal gut aufgestellt sein 

Der Pricemonitor liefert mit seinen diversen Möglichkeiten nicht nur eine Vielzahl von verschiedenen Angebotsfiltern, sondern kann auch mit ganz wenigen Parametern auf einen saisonalen Verkauf angepasst werden. Als Händler können Sie sich so ideal auf alle für Sie relevanten Saisons vorbereiten – und dies mit ganz wenigen Einstellungen. Eine wichtige Rolle spielt ebenso das Dynamic Pricing, welches sich individuell nach Ihren Bedürfnissen als Händler richtet. So passt sich hierbei der Preis für Ihr saisonales Produkt an die jeweilige Marktsituation an – automatisiert. Zusätzlich sind auch zeitliche Bedingungen wie ein bestimmter Wochentag oder eine spezielle Tageszeit kein Problem. In Folge dessen fällt eine Marktbeobachtung leichter und auf mögliche Änderungen der Konkurrenz kann schnell reagiert werden. Zusätzlich können Sie Ihre saisonalen Produkte separat behandeln: Der Pricemonitor bietet eine Fülle an Einstellungen bezüglich sortimentsbedingter Aspekte, die sie auf Ihre Artikel anwenden können.

Sichern Sie sich auch zum Saisonende wichtige Conversions und testen Sie vorab den Pricemonitor mit unserem kostenlosen Testaccount.

Bei weiteren Fragen hilft Ihnen auch unser Support-Team gerne weiter. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Kategorien
Allgemein blog Händler Online-Marktplätze

Neue Kennzeichnung bei ebay: “Super Preis” soll mehr Verkäufe generieren

Der Online-Marktplatz-Riese eBay will vertrauenswürdige Verkäufer noch weiter unterstützen und hat zu diesem Zweck die neue Kennzeichnung “Super Preis” eingeführt. Zu finden ist sie in den Suchergebnissen.

Verkäufer können so ihre Angebote noch mehr hervorheben, um mehr Käufer zu gewinnen. Doch dazu müssen verschiedene Faktoren erfüllt sein – denn die Kennzeichnung kann man nicht dazu buchen.

Was müssen Verkäufer beachten

Ob und wo die neue Kennzeichnung “Super Preis” angezeigt wird, hängt bisweilen von unterschiedlichen Faktoren ab:

      1. Angebote mit Servicestatus “Überdurchschnittlich” oder “Verkäufer mit Top-Bewertung” werden mehr berücksichtigt
      2. Eindeutige Produktkennzeichnung und Artikelmerkmalen für neue Artikel: Ziel ist die Zuordnung von gleichartigen Produkten
      3. Ein wettbewerbsfähiger Preis des Artikels im Vergleich zu gleichen oder ähnlichen eBay-Angeboten ist von Vorteil
      4. Angaben zu den Versandkosten
      5. Das jeweils gewählte Angebotsformat (Festpreis oder Auktion, etc.)
      6. Relevanz des Artikels – gemessen an der Häufigkeit der Suche nach dem Artikel innerhalb eines bestimmten Zeitraums 
      7. Passt das Angebot zu den Suchbegriffen des potentiellen Käufers?

Die Platzierung in den Suchergebnissen wird somit weiterhin von den Faktoren für “Beste Ergebnisse” beeinflusst.

Bleiben Sie konkurrenzfähig auf eBay – mit dem Pricemonitor

eBay ist als beliebter Online-Marktplatz bei vielen Händlern als Verkaufskanal hart umkämpft. Oftmals wird dabei der gleiche Artikel von einer Vielzahl dieser auf eBay angeboten wird. Eine entscheidende Rolle spielt natürlich somit der Preis.

Online-Händler sind daher gut beraten, die Preise der eBay-Konkurrenz im Blick zu behalten und gegebenenfalls mit Preissenkungen oder Preiserhöhungen entsprechend zu reagieren. Der Pricemonitor dient hierfür als wichtiges Tool.

So verhilft Ihnen der Pricemonitor zum “Super Preis”

        1. Er erfasst zunächst alle Angebote für einen Artikel auf eBay
        2. Die Angebotserfassung kann auf Basis von EAN/GTIN, Herstellernummern oder auch basierend auf beliebig vielen, individuell festlegbaren Suchphrasen geschehen
        3. Insbesondere die Suche nach Angeboten anhand der für eBay typischen Aspects Filter sind im Pricemonitor möglich
        4. Blacklist- und Whitelist-Filter erlauben Ihnen maximale Kontrolle darüber, welche Angebote für die Preisberechnung als relevant eingeschätzt werden – sodass Sie ihren wettbewerbsfähigen Preis nicht an Händlern ausrichten, die aufgrund von anderen Faktoren die Kennzeichnung “Super-Preis”, oder eben nicht, erhalten
        5. Neben einfachen Preisstrategien (z.B. mit dem Günstigsten gleichziehen) können Sie selbst komplexe Strategien abbilden. Mithilfe des Pricing Strategy Builder können Sie ihre Strategien sehr intuitiv und flexibel bauen.
        6. Die optimierten Preise können auf Wunsch direkt in eBay angepasst werden
        7. Falls Sie ein ERP- oder Warenwirtschaftssystem einsetzen, können die optimierten Preise auch dorthin übermittelt werden
        8. Marktanalysen erlauben es Ihnen den Markt immer im Blick zu behalten

Fazit

Eine Garantie für den Anspruch auf die Kennzeichnung “Super Preis” für das eigene Angebot, sofern man dieses beanspruchen möchte, ist nicht vollständig planbar. Jedoch kann so eine Kennzeichnung zu zusätzlichen Käufen auf eBay führen.

Mit dem Pricemonitor können Sie sich als Händler optimal darauf vorbereiten – vor allem um Ihre Artikelpreise konkurrenzfähig zu gestalten. Die Konkurrenz im Blick behalten, Preise dynamisch und wettbewerbsfähig ausrichten sowie die Auswahl zwischen verschiedenen Frequenzen: Der Pricemonitor ist flexibel einsetzbar und passt sich Ihren Bedürfnissen als Händler an.

Dabei spielt es keine Rolle, wie Sie Ihre individuellen, zeitlichen Frequenz-Präferenzen setzen. Sei es mehrmals am Tag, einmal pro Woche, monatlich oder mit der Konzentration auf das Wochenende – mit dem Pricemonitor können Sie stets und vor allem dynamisch Ihre Preisstrategien umsetzen.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen natürlich sehr gerne zur Verfügung. Kontaktieren Sie uns dazu einfach.

Kategorien
Allgemein blog Online-Marktplätze

Produktverkauf für Händler soll kostenlos werden – Google stellt Pläne vor

„It’s now free to sell on Google.“, so kündigt Google die Neuerungen für Online-Einzelhändler in seinem Unternehmensblog an. Verkaufen auf Google soll attraktiver gestaltet werden und die Kundschaft leichter erreichbar sein: Google plant nun also den Verkauf von Produkte über Google Shopping für Händler kostenlos anzubieten. Doch was heißt das genau?

In Kürze

Die Suchergebnisse auf der Registerkarte “Google Shopping” sollen in erster Linie aus kostenlosen Einträgen bestehen. Dies soll wiederum bei der Kontaktaufnahme mit den einzelnen Verbrauchern unterstützen. Anzumerken ist, dass die Händler dafür nicht aktiv bei Google werben müssen. In den USA ist dies schon möglich, der Schritt Richtung globalen Rollout soll noch vor Ende des Jahres 2020 geschehen.

Was bedeutet dies konkret?

Eine höhere Reichweite

  • Für die Einzelhändler bedeutet dies, dass sie nun eine kostenlose Alternative zum Erreichen von Kunden bei Google haben.
  • Somit ist theoretisch auch eine kostenfreie, höhere Reichweite ihrer Angebote möglich.

Kostenloser Einstieg

  • Bisher haben sich vor allem kleinere Einzelhändler gescheut das Listing auf Google Shopping zu nutzen, da dort Kosten aufkommen könnten.
  • Die kostenlosen Listings könne vor allem für kleinere Händler, die sich noch nicht mit Google Shopping und Google Ads vertraut gemacht haben ein erster Einstieg sein. Die “provisionsfreie” Alternative gibt es bisher nur dort.

Geringe Einstiegsbarriere

  • Neue User benötigen nun nicht mehr zwangsläufig ein Google Ad Konto dafür. Geplant ist zudem eine Kooperation mit Paypal, um den Onboarding-Prozess fließender zu gestalten.

Mehr Konkurrenzdruck

  • Bedeuten mehr Einzelhändler gleich einen hohen Konkurrenzdruck? Mit dem Angebot von Google werden sicherlich mehr Händler als zuvor auf der Plattform anbieten und sich der Wettbewerbsdruck verschärfen.

Tipp:

Mit dem Pricemonitor können Sie alle Angebote online erfassen und einsehen. Sie können erstmal schauen, wer Ihre Konkurrenz auf Google Shopping ist und dann überlegen, wie sie sich preislich positionieren wollen.

Hierfür bieten wir mit unserem Pricing Strategy Builder ein umfassendes Tool, ihre Positions- und Preisstrategie individuell und dynamisch abzubilden.

Somit haben Sie die Konkurrenz immer im Blick gleichzeitig immer aktuelle Preise.

Schon mit wenigen Preisregeln können Sie entweder ihr ganzes Sortiment oder auch nur Teile beherrschbar machen.

Was ist nun zu tun?

Der globale Rollout soll noch in diesem Jahr über die Bühne gehen. Eine Überlegung zum Einsatz des Google Listing für das eigene Geschäft ist somit ratsam und sinnvoll. Zusätzlich kann die kostenlose Sichtbarkeit von Nutzen sein, um eigene Produkte über einen weiteren Kanal zu pushen.

Vorbereitung ist dabei alles: Händler können schon heute Daten auslesen, beobachten sowie zukünftige Strategien definieren – mit Hilfe des Pricemonitors und der Anbindung an Ihr federführendes System gelingt dies reibungslos.

Mit dem Pricemonitor von Patagona können Sie sich optimal auf ein Listing vorbereiten und damit:

  • Eine korrekte und zuverlässige Erkennung / Zuordnung von angebotenen Artikeln auf Google Shopping erreichen
  • Mit wenigen Preisregeln große Sortimente beherrschbar machen
  • Der Konkurrenz immer einen Schritt voraus sein!

5 Gründe für eine Nutzung der Google Shopping Listings

  • Um bestehende Paid-Kampagnen zu pushen
  • Um höhere Sichtbarkeit auf der Shopping-Suchseite zu generieren
  • Um einen ersten Einblick in Google Shopping zu bekommen
  • Um eventuell Nischenprodukte für eine breitere Masse an potenziellen Kunden prominenter darzustellen
  • Um in Verbindung mit einem Pricing Tool von Sichtbarkeit und Traffic zu profitieren
Kategorien
Allgemein blog Online-Marktplätze

Die neue Platform-to-Business-Verordnung – ein Schritt in die richtige Richtung, aber..

Im E-Commerce steigt die Zahl der Online-Händler immer weiter an. Um Konsumenten in der Kaufentscheidung zu unterstützen, gibt es Online-Suchmaschinen, Preisvergleichsseiten und -Plattformen, welche unter anderem Produkt-Rankings und -Listen zur Verfügung stellen. Koknret geht es dabei um Plattformen wie idealo.de, Google Shopping, amazon.deoder ebay.de. Es sind auch die Plattformen, die oft darüber entscheiden, in welchem Shop ein Konsument sein Produkt kauft. Nämlich bei dem, mit dem attraktivsten Preis, z.B. dank Dynamic Pricing. Über die Vermittlungsdienste bieten dann gewerbliche Plattformnutzer ihren Verbraucher-Kunden Produkte an.
Bisher gab es seitens der seiteninternen Algorithmen der Plattformbetreiber wenig Transparenz. Der Konsument und auch der anbietende Händler wussten also nicht, wie die Reihenfolge der Listen genau zustande kommt.

Um diese Marktmacht der Plattformbetreiber einzugrenzen, verabschiedete der europäische Gesetzgeber eine neue Platform-to-Business Verordnung, welche in Zukunft für mehr Transparenz und Fairness sorgen soll.

Die Fakten in Kürze

  • Was? Platform-to-Business VO oder kurz P2B-VO
  • Wann? gültig ab 12.07.2020
  • Für wen? Online-Vermittlungsdienste und Online-Suchmaschinen
  • Wo? EU-Mitgliedstaaten

Was soll verändert werden?

Wie bereits erwähnt, soll die Transparenz der Rankings auf Preisvergleichsseiten gesteigert werden, was die Offenlegung der Ranking-Parameter beinhaltet. Dadurch soll unter anderem verhindert werden, dass Online-Händler (auch nach Preisoptimierung) plötzlich nicht mehr im Ranking auftauchen. Außerdem soll durch die neue Verordnung aufgezeigt werden, wie die Rankings zustande kommen und ob Online-Händler beispielsweise durch Zahlung von Entgelt den eigenen Rang beeinflussen können. Zahlt ein Online-Shop ein direktes Entgelt an einen Plattformbetreiber, so wird dieses hauptsächlich für eine Verbesserung des Rankings genutzt. Dabei kann es sich auch um ein indirektes Entgelt handeln, das zum Beispiel durch die Nutzung von Zusatzdienstleistungen oder Premiumfunktionen entsteht.

Was bedeutet das?

Müssen Plattformen die neuen Angaben tatsächlich auf Ergebnisebene angeben oder genügt ein allgemeiner Hinweis “Werbung” auf der Seite (wie z.B. der Online-Marktplatz Google Shopping das macht)?
Aktuell betrifft die P2B-VO lediglich die AGB und beinhaltet noch keine direkten Hinweise auf den Plattformen selbst.
Das bedeutet, dass der Plattformbetreiber die AGB in einfacher und verständlicher Form öffentlich zur Verfügung stellen muss. Darin muss mindestens vermerkt sein, was die Hauptparameter des Rankings sind und welche Gründe es “für die relative Gewichtung dieser Hauptparameter gegenüber anderen Parametern” (Auszug aus der P2B-VO, §5 (3)) gibt.
Diese Hauptparameter sind Indikatoren, welche zur Messung der Qualität des Online-Shops (z.B. Waren oder Dienstleistungen) verwendet werden. Ein Hauptparameter könnte beispielsweise die Darstellungsmerkmale des Online-Angebots sein.

Fazit

Die neue Verordnung ist sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung wenn es um die Transparenz und Fairness von Online-Plattformen und Suchmaschinen geht. Auch  “Allerdings wäre eine Kennzeichnungspflicht für die einzelnen Einträge, die durch Entgelt finanziert sind (=Werbung), wichtiger”, betont Patagona Geschäftsführer und Repricing-Experte Maximilian Bank. “Das wäre für den Verbraucher und auch für den listenden Händler fairer und somit noch transparenter.”

Kategorien
blog Online-Marktplätze

Corona-Artikel erobern Amazon – eine Patagona Analyse

Die letzten Wochen waren bisher turbulent. Ausverkaufte Supermarkregale, einzelne Lebensmittel kurzfristig komplett vergriffen und auch online ist die vermehrte Nachfrage auf ganze Produktgruppen spürbar. Wir haben die Bestseller auf amazon.de im Verlauf der  vergangenen zwei Monate systematisch analysiert und möchten unsere Erkenntnisse an dieser Stelle mit Ihnen teilen.

 

Interessiert hat uns, inwiefern Artikel wie Gesichtsmasken, Schutzhandschuhe, Desinfektionsmittel oder Toilettenpapier während der Corona-Pandemie verstärkt nachgefragt wurden und wie sich dies auf die Bestsellerlisten von Amazon auswirkte.

 

Hierfür haben wir auf Basis der Daten unserer TopsellerWatch eine interaktive Grafik erstellt, die zum Entdecken und Selbst-Interpretieren einlädt:
Zur interaktiven Corona-Grafik

 

Der weitere Beitrag wird sich mit der Interpretation dieser Daten beschäftigen.

 

Methodik: So sind wir vorgegangen

 

Von den über 20.000 Kategorien auf amazon.de wurden 16.491 ausgewählt. E-Books und Streaming-Angebote wurden beispielsweise ignoriert. Die grafische Auswertung konzentriert sich aus Gründen der Übersicht auf die folgenden fünf Hauptkategorien, da hier die meisten Artikel mit Corona-Bezug zu finden waren:

 

 

Weiterhin wurden Artikel automatisch identifiziert, die in eine der Folgenden Produktgruppen fallen:

 

Gesichtsmasken | Schutzhandschuhe | Desinfektionsmittel | Toilettenpapier

 

Nun wurde für jeden Tag ermittelt, wie viele der Artikel in den Top3 (beziehungsweise Top5 | Top10 | Top50) zu diesen Produktgruppen gehören.

 

So finden Sie sich zurecht:

 

In der Grafik sind die relevanten Hauptkategorien in der Mitte zu sehen (Level 1). Der nächste Ring zeigt die Sub-Kategorien (Level 2) der einzelnen Hauptkategorien an. Und so weiter. Noch weiter außen werden die Sub-Sub-Kategorien (Level 3) angezeigt.
Hier ein Beispiel:

      1. Level 1: Drogerie & Körperpflege
      2. Level 2: Haushaltswaren
      3. Level 3: WC
 

Je rotereine Kategorie eingefärbt ist, umso stärker ist der Corona-Bezug der Artikel in dieser Kategorie.

 

Zwei Beispiele:
Wenn eine Kategorie 100% rot eingefärbt ist, haben 5 der Top 5 Artikel (bzw. 3 der Top3 etc.) in dieser Kategorie einen Bezug zur Corona-Pandemie.
Wenn eine Kategorie 0% rot bzw 100% weiß eingefärbt ist, hat kein Artikel einen klaren Corona-Bezug.

 

Die Hauptkategorie Gewerbe, Industrie und Wissenschaft am 19. März

 

Ging die Nachfrage zwischenzeitlich wieder zurück?

 

Eine Beobachtung in den Daten der Top 10 zeigt, dass sich um Ende Februar ein erstes Hoch in der Nachfrage solcher Artikel abzeichnet.
Dieses hält auch bis Anfang März an. Zwischen dem 22. Februar und dem 5. März sind vermehrt Kategorien bis zu 100 % roteingefärbt.
Auch die Hauptkategorien werden teils von Corona-Artikeln dominiert.
Danach lässt sich ein Absinken des “Corona-Bezugs” in den Bestsellerlisten erkennen.

 

Diese Situation haben wir uns genauer angesehen, am Beispiel des Artikels “2 Stück Sterilium Hände-Desinfektionsmittel 500 ml”.
Am 3. März befindet sich der Artikel auf Rang 2 in den Bestsellerlisten der Kategorie Drogerie & Körperpflege.
Jeden weiteren Tag verliert der Artikel an Rängen. Am 5. März auf Platz 32, am 6. März nur noch auf Rang 49.

 

Dies kann zwei mögliche Ursachen haben:

 

      1. Der Artikel wird nicht mehr so stark nachgefragt, weshalb es zu weniger Verkäufen kommt
      2. Der Artikel ist vergriffen und es finden keine Verkäufe statt

 

Stichproben haben ergeben, dass tatsächlich in den allermeisten Fällen die Artikel mit Corona-Bezug vergriffen sind und diese deshalb aus den Bestsellerlisten zügig (siehe obiges Beispiel) verschwinden.

 

Bestseller Rank auf amazon.de am 03. März und am 05. März

 

 

Mitte März ist eine weitere “Hochphase” der Artikel mit Corona-Bezug zu beobachten.
Teilweise waren die vorher nachgefragten Artikel wieder verfügbar, häufiger war es aber der Fall, dass neue Artikel mit Corona-Bezug die Bestsellerlisten eroberten.
Insbesondere bei Gesichtsmasken und Schutzhandschuhen enthüllt ein Blick auf die anbietenden Händler, dass es sich hierbei in den meisten Fällen um chinesische Händler handelt.

 

Kategorien
blog Händler Online-Marktplätze

Amazon Suggestions jetzt mit Preisobergrenze

Vergangenes Wochenende sorgte ein neuartiges Feature bei Online-Händlern aller Art für Aufsehen. Der Branchenprimus amazon schlägt momentan bei einigen Suchanfragen Phrasen vor, mit deren Hilfe der Kunde bereits im Suchfeld nach Preisen filtern kann. Beim Suchen einer bestimmten Marke oder eines Produktes schlägt amazon automatisch als erstes Suchergebnis “[Marke] unter X eur” vor.

Was Experten sagen

Amazon-Experte Christian Kelm vermutet in seinem aktuellen Blog, dass diese Suggestions schon länger bestehen, und erstmals auffallen, da nun ein konkreter Euro-Preis angegeben wird.
In diversen Händler-Foren wurden bereits Stimmen Laut, dass Amazon damit kräftig an der Preisschraube drehen und das dies letztendlich auf dem Rücken der Händler ausgetragen würde.
Auch stellen sich einige Marktteilnehmer die Frage, ob es da einen Zusammenhang zu den Eigenmarken von amazon gibt, die der E-Commerce-Riese aus Seattle in letzter Zeit zu pushen scheint (wie die Washington Post im August berichtete).Mark Steier, Betreiber von wortfilter.de, thematisierte in seinem Video-Format “Morning News” auf Facebook gestern bereits die neuen amazon Suggestions. Und stellte die These auf, es handele sich wahrscheinlich um einen A/B-Test.

Gekommen um zu bleiben?

Aber was hat es damit auf sich? Und bleibt das jetzt für immer so?

Wir haben das ganze etwas genauer unter die Lupe genommen: Zur Zeit finden sich die neuen Suggestions nicht in jeder Suchanfrage wieder. Diese Strategie könnte auf ein A/B-Test, und damit eine Testphase hinweisen.

Auch wird bei der genauen Betrachtung der beim Eintippen der Suchphrase abgesetzten Requests deutlich, dass hier der “unter X eur”-Vorschlag eine Sonderrolle einnimmt:

Der “suggType” ist ein anderer und auch die Struktur der Serverantwort (Unterelement “widgetItems”) ist eine andere. Das lässt darauf schließen, dass dieser Vorschlag intern aus einer anderen Quelle stammt, als die restlichen Vorschläge. Dies scheint außerdem die Vermutung zu stützen, dass es sich (erst einmal) um einen A/B-Test handelt.

Wie geht es nun weiter?

Aus unserer Sicht gibt es drei mögliche Szenarien, wie amazon die Suggestions in Zukunft händeln könnte:

      1. Werden komplett wieder abgeschafft.
      2. Werden für manche Marken|Kategorien|Suchanfragen bestehen bleiben.
      3. Werden für alle Suchen bestehen bleiben.

Szenario Nummer 2 halten wir für am realistischsten. Wir sind trotzdem gespannt auf die Ergebnisse vom e-Commerce-Riesen und die damit verbundenen Neuerungen im Online-Handel und Repricing-Bereich.


Mehr zum Thema

Möchten Sie mehr zum Thema Repricing und amazon erfahren? Wir haben für Sie alle Informationen rund um die Preisoptimierung auf amazon zusammengefasst.
Kategorien
Allgemein blog Händler Messen Online-Marktplätze Repricing

Hessischer Handelstag 2019 aus Austellerperspektive

Es geht langsam aber sicher in die letzte Messerunde für das Jahr 2019.

Unser Messeteam wird am 16. Oktober in der Nachbarstadt Offenbach am Main auf dem Hessischen Handelstag als Aussteller dabei sein.

Die Fachkonferenz lädt die Besucher zu Workshops, Panels und Start-Up Cases ein, die alle unter dem Thema “Nachhaltigkeit im Handel” stehen. Außerdem referieren zahlreiche Speaker über aktuelle Themen aus Handel und Digitalisierung zu Themen wie “Killer Commerce – Mut oder Tschüss!” und Erfolgsgeschichten von hessischen Start-Ups.

Messe Hessischer Handelstag

Wir, als hessisches Unternehmen mit Sitz in Darmstadt, freuen uns vor allem auch darauf, Teil dieser lokalen Veranstaltung zu sein, und dabei die eigene Region zu unterstützen. Unser Fokus liegt dabei auf der individuellen Beratung zu bestehenden oder neu anlaufenden Repricing-Projekten von Online-Händlern.

Außerdem wollen wir auch die Chance nutzen, um den Standort Darmstadt zu repräsentieren und uns weiter mit Händlern und Gründern aus der Region zu vernetzen.

Ausgetragen und organisiert wird die Messe in der Alten Schlosserei in Offenbach vom Handelsverband Hessen und dem Hessischen Wirtschaftsministerium. Der Handelsverband schafft nicht nur mit dem Hessischen Handelstag digitale Trends, sondern treibt mit den (Online-) Handel in Hessen ganzheitlich voran. Obwohl (oder gerade weil) es bereits der 7. Hessische Handelstag ist, stehen die Zeichen auf modern und digitalisiert.

Wir freuen uns ganz besonders auf dieses Heimspiel und auf alle Besucher, die wir an unserem Stand begrüßen dürfen.

Alle weiteren bevorstehenden Veranstaltungen, wie Messen und Vorträge, finden Sie in unserem Eventkalender.

Kategorien
Allgemein blog Händler Online-Marktplätze Repricing

Blick zum Nachbarn: Der E-Commerce Markt in Frankreich

Die E-Commerce Branche erfreut sich nicht nur in Deutschland eines starken Wachstums. Auch im Nachbarland Frankreich wächst das Feld des Electronic Retail Business stetig. Im weltweiten Vergleich belegt Frankreich nach Deutschland und dem Vereinigten Königreich den sechsten Platz im Internethandel. Demnach sollten Online-Händler unbedingt auch Frankreich als Verkaufsplatz der eigenen Artikel in Betracht ziehen.

Um die eigenen Artikel erfolgreich in Frankreich anbieten zu können, sollte man als Online-Händler allerdings ein paar grundlegende Dinge über den französischen Markt wissen. Denn zum einen ist es für die französische Bevölkerung extrem wichtig, dass Artikeldetails in landeseigener Sprache auf den Marktplätzen eingestellt sind. Um ein optimales Rundum-Paket leisten zu können, ist eine Website auf französisch ebenfalls empfehlenswert. Um die Benutzerfreundlichkeit noch weiter zu steigern kann zusätzlich ein französisch sprechender Support für die Kunden bereitgestellt werden.

Expansion nach Frankreich

Doch wo die Artikel am erfolgreichsten einstellen? Welches Portal hat hier die Nase vorn?

Am liebsten shoppt die französische Bevölkerung online auf Marktplätzen. Dabei steht, wie auch in einigen anderen europäischen Ländern, der Marktplatz Amazon an erster Position. Dicht dahinter ranken jedoch die französischen Marktplätze cdiscount.com, laredoute.com und fnac.com. Auch Ebay kann sich in Frankreich unter den Top-5 halten.
Am erfolgreichsten werden bei unseren modebewussten Nachbarn auf den oben genannten Marktplätzen Artikel aus dem Mode- und Schuhbereich verkauft. Außerdem sind Elektroartikel, Lebensmittel und Haushaltsgeräte bei den Franzosen im Online-Shopping beliebt.

Möchten Sie mehr über die beliebtesten Marktplätze Europas und deren Besonderheiten erfahren? Hier geht’s zum Blogbeitrag.

Deutschland vs. Frankreich

Als Experten auf dem Gebiet Repricing konnten wir in der Vergangenheit feststellen: die Deutschen haben grundsätzlich einen Drang zum Sparen. “Je günstiger desto besser!”, so lautet meist das Motto der Konsumenten. Diese Schnäppchen-Mentalität ist in Frankreich jedoch nicht unbedingt zu beobachten, denn die Franzosen legen großen Wert auf hohe Qualität und generell hochwertige Produkte. Jedoch sind vor allem auf dem erfolgreichen Marktplatz cdiscount rabattierte Artikel zu finden. Hier gilt online ein anderes Gesetz als im stationären Handel. Denn wie bereits beschrieben, wird beim Internetshopping – gerade auch aufgrund der Markttransparenz – eher auf einen günstigen Preis geachtet, wohingegen beim Verkauf in einem Ladengeschäft weniger der Preis als die Qualität an erster Stelle steht.

Es lässt sich vorsichtig festhalten: Die Franzosen sind tendenziell weniger preissensibel im Vergleich zu den Deutschen. Hier ergeben sich spannende Möglichkeiten für die Preisoptimierung und Positionierung auf Marktplätzen und Preisvergleichsseiten.

Um von dem anderen Kaufverhalten unserer Nachbarn zu profitieren, kann man einfach eine andere Preisstrategie anwenden, als im heimischen Markt. Man sollte beachten, dass die Lernkurve nicht zu unterschätzen ist: andere Länder oder Märkte bieten sich gut als Art Spielwiese an, um neue Strategien zu testen.

Patagona im Nachbarland

Um unsere Kunden beim Eintritt in den französischen Online-Markt zu unterstützen, sind wir vom 24. bis 26. September auf der Paris Retail Week zu Gast. Auf dem 3-tägigen Event werden Themen wie B2B Marketing, Datenoptimierung und Marktplätze, sowie Multichannel im E-Commerce behandelt. Mit über 400 Ausstellern zählt die Messe in Frankreichs Hauptstadt zu den größten Europas ihrer Art.

“Als Lösungsanbieter einer Repricing-Software für Onlinehändler aus dem E-Commerce ist die Paris Retail Week für uns eine tolle Chance, den Pricemonitor außerhalb der Grenzen des DACH-Raums zu präsentieren.” weiß Marketing Managerin und Messeplanerin Maren Ritzheim.

Unser vierköpfiges Messeteam freut sich auf vielseitige Gespräche rund um die Themen Preisoptimierung, Marktbeobachtung und Repricing. Besuchen auch Sie die Paris Retail Week 2019? Kontaktieren Sie uns gerne oder kommen Sie direkt am Stand vorbei: Sie finden uns auf der Fläche B 087 im Pavillon 7.2.

So geht es im zweiten Halbjahr weiter

Das zweite Halbjahr aus Sicht der Messe- und Eventplanung hat bereits begonnen. Treffen Sie unsere Repricing-Experten auch live vor Ort auf zahlreichen Messen in Deutschland und treiben Sie Ihr eigenes Repricing-Projekt weiter voran. Alle bevorstehenden Termine finden Sie auf unserer Eventseite.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Kategorien
Allgemein blog Händler Hersteller Online-Marktplätze

Verkauf ins Ausland – Gastbeitrag von JanoLaw

Als Rechtsportal und Patagona-Partner hat sich JanoLaw in diesem Gastbeitrag näher mit den Gesetzen des Online-Handels in der EU beschäftigt. Lesen Sie hier hilfreiche Tipps des Rechtsanwalts Dr. Volker Baldus.

Nein, es gibt immer noch Unterschiede bei den zivilrechtlichen Vorschriften und damit bleibt die Gefahr bestehen, z. B. wegen einer wettbewerbswidrigen Allgemeinen Geschäftsbedingung (AGB) abgemahnt zu werden. Viele Händler unterschätzen auch den finanziellen und zeitlichen Aufwand bei internationalen Gewährleistungsfällen. Die Gewährleistungsrechte und -fristen in den einzelnen Ländern unterscheiden sich zum Teil deutlich.

Patagona Blog Janolaw Verkauf ins Ausland

Wenn die Kaufsache Monate nach der Auslieferung Mängel aufzeigt, eine gütliche Einigung nicht möglich ist und vom ausländischen Kunden die heimatlichen Gewährleistungsrechte vor heimatlichen Gerichten in Anspruch genommen werden, kann ein deutscher Anwalt dem Online-Händler meist nicht weiterhelfen. Die durch die Einschaltung eines ausländischen Anwalts entstehenden Kosten können beträchtlich sein. Im Regelfall gilt das Heimatrecht des Käufers, wenn sich ein Shop an Verbrauchern im Ausland ”ausrichtet”.

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in einem Urteil einige Anhaltspunkte für einen grenzüberschreitenden Handel genannt:

      • die Angabe von Telefonnummern mit internationaler Vorwahl
      • die Verwendung eines neutralen Domainnamens wie ”.com”, ”.eu” oder
      • Länder-Domainnamens wie ”.at” (für Österreich) oder ”fr” (für Frankreich)
      • die Verwendung einer anderen Sprache oder Währung (z. B. britisches Pfund)

Je mehr von diesen Indizien vorliegen, desto eher kann/muss man von einer Ausrichtung ausgehen. Im Streitfall muss ein Gericht entscheiden.

Patagona Janolaw Geoblocking-VerordnungSeit dem 3. Dezember 2018 ist die Geoblocking-Verordnung in Kraft getreten. Kunden haben nun das Recht, mit einem Händler ihrer Wahl im EU-Ausland einen Vertrag abzuschließen, der Händler ist aber nicht dazu verpflichtet, die Ware ins Ausland zu liefern. Allerdings muss er die Abholung der Ware oder aber eine selbstständige Organisation der Lieferung durch den Kunden ermöglichen. Der Händler darf auch freiwillig in bestimmte Länder liefern und bestimmte Länder von der Lieferung ausschließen.
Wenn also mal ein Kunde aus dem Ausland einen Einkauf in einem ”nicht ausgerichteten” Shop tätigt, muss dieser Kunde auch die deutschen Gewährleistungsrechte akzeptieren (vergleichbar mit einem Touristen aus Frankreich, der in Heidelberg ein Souvenir in einem Touristenshop erwirbt). Sie benötigen für diese Kunden also keine gesonderten AGB.

Praxistipp

Wenn Sie nicht ins EU-Ausland liefern möchten, sollten Sie in Ihren Lieferbedingungen Ihr Liefergebiet ausdrücklich auf Deutschland beschränken und auch nur die inländischen Versandkosten angeben.

Wenn Sie aber in einige oder alle EU-Länder liefern möchten, müssen Sie für das  jeweilige Land auch die konkreten Lieferkosten angeben. Eine Formulierung wie „Versandkosten auf Anfrage“ wurde in der Vergangenheit bereits häufig abgemahnt.

Wenn ein Online-Bestellformular z. B. durch eine Kontrollfunktion eine Adresse aus dem EU-Ausland nicht akzeptiert (z. B. in Österreich besteht die Postleitzahl nur aus vier Ziffern, das Bestellformular verlangt aber fünf Ziffern) und damit einen Vertragsschluss automatisch verhindert, stellt dies eine abmahnbare (mittelbare) Diskriminierung aufgrund des Wohnsitzes oder der Niederlassung dar.

AGB Janolaw Schutz

Möchten Sie die EU-Märkte aktiv erschließen, sollten Sie für jedes Land einen eigenen Shop in der jeweiligen Landessprache einrichten und von einem spezialisierten Rechtsanwalt kontrollieren lassen. Erst wenn sich auf europäischer Ebene ein einheitliches Verbraucherrecht durchgesetzt hat, ist der Online-Handel auch aus rechtlicher Sicht problemlos durchführbar. Mit der Einführung der EU-weit einheitlichen Widerrufsbelehrung und der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) wurden die ersten Schritte in diese Richtung bereits unternommen.


Patagona Pricemonitor Janolaw Dr. Baldus
Rechtsanwalt Dr. Volker Baldus arbeitet bereits seit 2006 bei dem Online-Rechtsportal janolaw AG und betreut dort den Hosting-Service. Er beschäftigt sich mit Rechtsfragen rund um Webseiten, Online-Shops, E-Commerce und als Datenschutzbeauftragter insbesondere mit der DSGVO.
Die AGB Pakete von janolaw regeln ausschließlich den Warenverkauf innerhalb Deutschlands nach deutscher Rechtslage. Falls Sie Nicht-Muttersprachlern in Deutschland mehr Service anbieten, können Sie unsere in Englisch und Französisch übersetzen Rechtstexte nutzen:
Abmahnschutz für Ihren Internetshop.


Sie möchten mehr über die wichtigsten Marktplätze Europas erfahren? Lesen Sie in unserem Blogbeitrag, was Sie beachten sollten, wenn Sie mit dem eigenen Online-Shop ins Ausland expandieren wollen.
Außerdem: Mit Repricing zum Erfolg – so funktioniert’s.