Preisposition
Unter einer Preisposition wird die Position verstanden, die ein Produkt oder eine Dienstleistung, aus Kundensicht einnimmt. Streng genommen handelt es sich um die Preis-Leistungsposition, da neben dem Preis auch die Leistung eine Dimension darstellt. Aus Sicht des Anbieters wird, nach Betrachtung von Angebot und Nachfrage, eine bestimmte Preisposition angestrebt. Diese wird dann versucht mit Maßnahmen im Rahmen der Preispositionierung zu erreichen.

Mit den folgenden drei Preispositionen lässt sich eine einfache Preislandschaft bilden:
  • Hochpreisposition
  • Mittelpreisposition
  • Tiefpreisposition

In der Praxis findet häufig eine Preislandschaft mit fünf Preispositionen Anwendung:
  • Luxuspreisposition
  • Premiumpreisposition
  • Mittelpreisposition
  • Niedrigpreisposition
  • Ultraniedrigpreisposition
Die wahrgenommene Leistung umfasst ebenso den Grad der Bedürfnisbefriedigung, wie verschiedene Qualitätsmerkmale. Zu den weniger offensichtlichen Leistungskomponenten zählt beispielsweise die Markenwirkung. Die Leistung kann funktionale, emotionale, symbolische und ethische Aspekte beinhalten. Bei der Preiswahrnehmung ging die Forschung lange von einer rein rationalen Sichtweise des Kunden aus (Stichwort: Homo oeconomicus). Die nicht zu vernachlässigende Wirkung verschiedener preis-psychologischer Effekte konnten aber empirisch nachgewiesen werden. Dazu zählen auch Abweichungen vom Konsistenzband (in der Grafik oben als gestrichelte Linien dargestellt): Sowohl die Übervorteilungsposition, als auch (weniger intuitiv) die Vorteilsposition können auf den Kunden abschreckend wirken und einen Kauf verhindern.

Quellen und Links

  • Simon, Hermann ; Fassnacht, Martin: Preismanagement (2016)

Siehe auch

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