Anti-Panic Pricing

Das Anti-Panic Pricing ist ein neu geprägter Marketing-Begriff aus dem Bereich des Handels. Er entstand 2020 im Zuge des Coronavirus (COVID-19) und der damit einhergehenden kurzfristigen Warenknappheit und Verfügbarkeitsengpässen im Handel. Einige Artikel, wie zum Beispiel haltbare Lebensmittel, Toilettenpapier oder Desinfektionsmittel, waren aufgrund von Hamsterkäufen nur noch in begrenzter Stückzahl in den stationären Supermärkten vorhanden. Um dem Horten von knappen Artikeln entgegenzuwirken brachte erstmals ein dänischer Supermarkt eine neuartige Preisstrategie hervor, die einem negativen Mengenrabatt gleichkommt: das erste Stück eines Artikels kann zum normalen Preis erworben werden. Danach steigt der Preis für jede höhere Stückzahl drastisch.

Ein Beispiel:

Desinfektionsmittel
Preis für 1 Stück: 5,50€
Preis für 2 Stück: 135,00€

Diese Art des Pricings soll Kunden durch negative Mengenrabatte vor einem voreiligen Vorratskauf abschrecken. Eine verwandte Preisstrategie zum Anti-Panic Pricing nennt sich Freemium, wonach Kunden durch ein kostenloses Produkt in den (Online-) Shop gelockt werden und danach alle weiteren Artikel kostenpflichtig sind. Das Freemium ist aber im Vergleich zum Anti-Panic Pricing eher im digitalen Bereich und nicht im Handel mit Konsumgütern üblich.

Neben einer zufällig generierten Preiserhöhung sind in diesem Zusammenhang auch mindestens zwei weitere Modelle denkbar:

Linear

1 Stück: 1€ pro Stück (1€)
2 Stück: 2€ pro Stück (4€)
3 Stück: 3€ pro Stück (9€)

Exponentiell

1 Stück: 1€ pro Stück (1€)
2 Stück: 2€ pro Stück (4€)
3 Stück: 4€ pro Stück (12€)

Quellen und Links

Siehe auch

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