Amazon Suggestions jetzt mit Preisobergrenze

Vergangenes Wochenende sorgte ein neuartiges Feature bei Online-Händlern aller Art für Aufsehen. Der Branchenprimus amazon schlägt momentan bei einigen Suchanfragen Phrasen vor, mit deren Hilfe der Kunde bereits im Suchfeld nach Preisen filtern kann. Beim Suchen einer bestimmten Marke oder eines Produktes schlägt amazon automatisch als erstes Suchergebnis “[Marke] unter X eur” vor.

Was Experten sagen

Amazon-Experte Christian Kelm vermutet in seinem aktuellen Blog, dass diese Suggestions schon länger bestehen, und erstmals auffallen, da nun ein konkreter Euro-Preis angegeben wird.
In diversen Händler-Foren wurden bereits Stimmen Laut, dass Amazon damit kräftig an der Preisschraube drehen und das dies letztendlich auf dem Rücken der Händler ausgetragen würde.
Auch stellen sich einige Marktteilnehmer die Frage, ob es da einen Zusammenhang zu den Eigenmarken von amazon gibt, die der E-Commerce-Riese aus Seattle in letzter Zeit zu pushen scheint (wie die Washington Post im August berichtete).

Mark Steier, Betreiber von wortfilter.de, thematisierte in seinem Video-Format “Morning News” auf Facebook gestern bereits die neuen amazon Suggestions. Und stellte die These auf, es handele sich wahrscheinlich um einen A/B-Test.

 

Gekommen um zu bleiben?

Aber was hat es damit auf sich? Und bleibt das jetzt für immer so?

Wir haben das ganze etwas genauer unter die Lupe genommen: Zur Zeit finden sich die neuen Suggestions nicht in jeder Suchanfrage wieder. Diese Strategie könnte auf ein A/B-Test, und damit eine Testphase hinweisen.

Auch wird bei der genauen Betrachtung der beim Eintippen der Suchphrase abgesetzten Requests deutlich, dass hier der “unter X eur”-Vorschlag eine Sonderrolle einnimmt:

Der “suggType” ist ein anderer und auch die Struktur der Serverantwort (Unterelement "widgetItems") ist eine andere. Das lässt darauf schließen, dass dieser Vorschlag intern aus einer anderen Quelle stammt, als die restlichen Vorschläge. Dies scheint außerdem die Vermutung zu stützen, dass es sich (erst einmal) um einen A/B-Test handelt.

Wie geht es nun weiter?

Aus unserer Sicht gibt es drei mögliche Szenarien, wie amazon die Suggestions in Zukunft händeln könnte:

  1. Werden komplett wieder abgeschafft.
  2. Werden für manche Marken|Kategorien|Suchanfragen bestehen bleiben.
  3. Werden für alle Suchen bestehen bleiben.

Szenario Nummer 2 halten wir für am realistischsten. Wir sind trotzdem gespannt auf die Ergebnisse vom e-Commerce-Riesen und die damit verbundenen Neuerungen im Online-Handel und Repricing-Bereich.


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