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Verkaufspreise am Lagerbestand ausrichten – mit dem Pricemonitor

Mit dem Pricemonitor lassen sich die Verkaufspreise Ihres Online-Shops kinderleicht an der Wettbewerbssituation ausrichten.
Das an sich ist noch nichts Neues. Aber wussten Sie, dass Sie nun auch unternehmensinterne Kennzahlen, wie z.B. den Lagerbestand mit in Ihre Preiskalkulation einfließen lassen können?

Warum Sie den Lagerbestand mit in die Preisoptimierung einbeziehen sollten

Stellen Sie sich vor, Sie sind mitten im Weihnachtsgeschäft und Sie haben einen Top-Seller (alias “Schnelldreher”) nur noch in geringer Stückzahl auf Lager.
Stellen Sie sich weiter vor, dass Sie im Pricemonitor eine Preisstrategie eingestellt haben, die darauf abzielt, dass Sie den Artikel günstig und in hohen Stückzahlen verkaufen.
Die Folgen wären absehbar: Sie verkaufen Ihren letzten Warenvorrat mit einer vergleichsweise geringen Marge und stehen kurz vor Weihnachten ohne Ware da. Zu solch
einer Situation kann es schnell kommen, wenn Sie den aktuellen Lagerbestand nicht mit in Ihre Repricing-Strategie einbeziehen. Man kann obiges Beispiel auch positiver formulieren:
Stellen Sie sich vor, Sie sind kurz vor Weihnachten der einzige Anbieter eines bestimmten Top-Sellers, da der Wettbewerb sich in den Wochen vor Weihnachten gegenseitig unterboten hat und nun ohne Ware dasteht.
Welche traumhafte Marge sich realisieren ließe!

Der Lagerbestand bei Saisonware – ein wichtiger Faktor

Die Saison neigt sich dem Ende – nun geht es darum möglichst alles auf einen Schlag abzuverkaufen.
Das ist nach wie vor die Herangehensweise vieler (Online-)Händler.
Dabei denken diese nicht weit genug: Besser wäre es, Sie würden Ihre Preise während der laufenden Saison dynamisch anpassen, sodass Sie unterm Strich einen optimalen Rohertrag erzielen und gleichzeitig das Ziel eines leeren Lagers zum Saisonende erreicht wird.
Im folgenden Schaubild soll verdeutlicht werden, wie sich der Preis idealerweise im Wechselspiel mit dem Lagerbestand bei Saisonware entwickeln sollte:

Den Lagerbestand in den Pricemonitor laden und auswerten

Wie sich der Lagerbestand in Ihrem Fall in den Pricemonitor laden lässt, hängt davon ab, welches Shopsystem bzw. ERP-System bei Ihnen zum Einsatz kommt:
Für Shopware, Magento, Plentymarkets, JTL und microtech können Sie im jeweiligen Plugin bzw. Tool den Lagerbestand einfach unter dem Reiter “Attribute Mapping” auswählen. Das war’s schon: Nun wird beim nächsten Export für jeden Artikel der Lagerbestand mit übertragen.
Jetzt können Sie im Pricemonitor den Lagerbestand/Warenvorrat mit in Ihre Preisstrategie einbeziehen.
Wie genau Sie das machen und welche Optionen Sie haben, lesen Sie in unserer Wissensdatenbank nach:
Formelbasierte Bedingungen in der Preisstrategie

Weitere unternehmensinterne Daten integrieren – Business Intelligence

Wir haben bei der Weiterentwicklung des Pricemonitors bewusst darauf geachtet, dass Sie nicht auf den Lagerbestand als einzige unternehmensinterne Kennzahl beschränkt sind:
Als so genannte Tags können Sie kinderleicht beliebige Kennzahlen in den Pricemonitor laden.
Auf den Werten dieser Tags können Sie nun Bedingungen aufbauen.
Hierbei sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt: Definieren Sie zwei Formeln und vergleichen Sie diese – hier ein etwas komplexeres Beispiel:

Lagerbestand_intern + Lagerbestand_FBA < Minimalbestand * 1.1 + 2

Die Definition der Bedingung erfolgt immer nach dem Schema:

Formel A | Vergleichsoperator | Formel B

In der Strategy Toolbox des Pricemonitors können anschließend einstellen, wie der Preis berechnet werden soll, wenn die eingestellte Bedingung zutrifft.
Hier können Sie sich dann preislich direkt am Wettbewerb orientieren (mit einstellbarer Zielposition, Preisabstand, Preisrundung etc.) oder den Preis anhand einer Formel aus unternehmensinternen Faktoren berechnen.

Hier nun ein paar unternehmensinterne Daten, die für den Aufbau einer bestandsorientierten Preisstrategie sinnvoll sein können:

    1. Drehgeschwindigkeit bzw. Lagerumschlaghäufigkeit
    2. Durchschnittliche Lagerdauer
    3. Lagerbestand/Warenvorrat
    4. Lagerkosten
    5. Lieferzeit (vom Hersteller bzw. Großhändler)
    6. Stückzahl der laufenden Bestellung (vom Hersteller bzw. Großhändler)
    7. Tage bis zur nächsten Lieferung

So wird aus wettbewerbsorientiertem Repricing echte Business Intelligence!

Dadurch, dass alle Pricemonitor-Integrationen (Shopware, Magento, Plentymarkets, JTL, microtech etc.) generell den Export von Artikelmerkmalen und Shop-Kennzahlen unterstützen, steht Ihnen diese neue Funktion sofort zur Verfügung.
Sie müssen lediglich dafür Sorge tragen, dass die jeweilige Information (z.B. Lagerbestand oder Drehgeschwindigkeit) in Ihrem System einem jeden Artikel als ein Artikelmerkmal 1zu1 zugeordnet ist.
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Zertifiziert – Patagona erhält I.C.E. Gold-Status

Nein, wir sind nicht mit mit dem Zug quer durch die Republik gefahren und haben Gleis-Meilen gesammelt. Wir wurden von der International Chamber of E-Tools, einem Schweizer Netzwerk von beratenden Unternehmen und Agenturen mit dem Gold-Status zertifiziert.

Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Zahlreiche Schweizer Händler nutzen bereits unsere E-Commerce Lösungen und so freuen wir uns in I.C.E. einen strategischen Partner in der Schweiz gefunden zu haben.

Ausschlaggebend für die begehrte Zertifizierung waren:

  1. die hohe Bedienungsfreundlichkeit sowie die ausgezeichnete, individuelle Kundenbetreuung
  2. die grosse Anzahl an Einstellungs- und Analysemöglichkeiten sowie die kurzfristigen Preisanalyseabstände
  3.  die Eignung für B2C (Händler) und B2B (Hersteller) und somit alle Unternehmensgrössen und Länder

Wir bedanken uns an der Stelle recht herzlich bei der Jury, die unseren Pricemonitor auf Herz und Nieren geprüft hat und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

ICE-International-Chamber-of-E-Tools-Gold-Zertifikat-Patagona-Pricemonito
Klicken Sie hier, um das Zertifikat als PDF herunterzuladen

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Interview mit Marius Wahl von CHECK24 Shopping

Marius Wahl, Leiter Partnermanagement CHECK24 ShoppingWir haben Marius Wahl von unserem Kooperationspartner CHECK24 interviewt.
Herr Wahl ist Leiter des Partnermanagements und will dieses Jahr CHECK24 Shopping um viele neue Produktsparten erweitern. Händler aus den Bereichen Spielwaren und Heim & Garten erhalten so die Möglichkeit Ihre Waren auf dem beliebten Onlineportal anzubieten. Neue Produktbereiche werden in den kommenden Monaten folgen.

Patagona Kunden können von der bestehenden Kooperation unserer Unternehmen profitieren. Was Sie dabei erwartet und wie Sie am besten Kontakt aufnehmen, erfahren Sie im Interview.Wer oder was CHECK24 ist, muss an dieser Stelle glaube ich nicht weiter erklärt werden.

Deshalb steige ich mit meiner ersten Frage direkt ins Thema ein:

Was sind die Pläne von CHECK24 für das kommende Jahr und warum ist das für Onlinehändler interessant?

Unser Marktplatz auf CHECK24 hat die letzten Jahre ein rasantes Wachstum erlebt und wird daran auch im neuen Jahr 2017 anknüpfen. Hierfür werden wir uns einerseits in den angebotenen Produktkategorien breiter aufstellen und andererseits bereits etablierte Sortimente inhaltlich optimieren. Wir arbeiten bei der Produktanlage gerne mit unseren Marktplatzpartnern zusammen und entwickeln das Sortiment Hand in Hand. Wenn Sie als Online-Händler Produkte haben, die für ca. 15 Millionen Bestandkunden spannend wären, melden Sie sich gerne!

Welche Vorteile bieten Sie Online-Händlern gegenüber anderen Marktplätzen und Preisvergleichsseiten?

Wir arbeiten sehr eng mit unseren gelisteten Partnern zusammen. Hierzu hat jeder Partner einen persönlichen Ansprechpartner in unserem Haus, der ihm bei allen Themen rund um die Kooperation zur Seite steht. Im Vordergrund stehen vor allen Dingen die optimierte Listung von Angeboten, die Anlage neuer Produkte für den Marktplatz und die gezielte Umsatzsteigerung.

CHECK24 Logo

So werden Partner beispielsweise über individuelle Möglichkeiten für Sonderplatzierungen auf dem Laufenden gehalten und profitieren vom konstanten Austausch
über die Entwicklungen auf unserem Marktplatz. Zudem können Partner von uns auch erfahren, wo sie im Vergleich zum Wettbewerb bspw. bei Kundenservice und Liefertreue
stehen.

Bieten Sie Patagona Kunden besondere Vorteile?

Partner von Patagona sind auch gern gesehene Partner von CHECK24 Shopping. Sie können daher von gesonderten Einstiegskonditionen profitieren sowie von einer verlängerten Testphase ohne Einrichtungsgebühren. Gerne „schnitzen“ wir gemeinsam ein spannendes, individuelles Paket für jeden Patagona-Partner.

Was ist der erste Schritt, wenn ich als Händler zukünftig auf CHECK24 Shopping anbieten möchte?

An erster Stelle sollte ein informelles, unverbindliches Telefonat stehen, um sich über die Ziele einer potentiellen Partnerschaft und bestehende Möglichkeiten zum Erreichen dieser auszutauschen. Ein gemeinsamer Start auf einfachster technischer Ebene ist dann meist bereits innerhalb von 48 Stunden möglich. Melden Sie sich gerne bei mir per E-Mail oder direkt telefonisch unter 089 2000 47 1505 für einen ersten Austausch.

Das Interview führte Maximilian Bank am 27.12.2017

Hier erfahren Sie mehr

Mehr über unsere Partner erfahren Sie hier: Unsere Partner

Im Unternehmens-Blog von CHECK24 werden Sie immer über die neuesten Aktionen von CHECK24 auf dem Laufenden gehalten.

Wenn Sie mehr über den Einsatz des Pricemonitors erfahren möchten, legen wir Ihnen unsere Roadmap Repricing ans Herz.
Hier wird Schritt für Schritt gezeigt, wie sich die Preise Ihres Online-Shops automatisch optimieren lassen.

Marius Wahl ist Leiter des Partnermanagements bei CHECK24 Shopping. Er hilft Ihnen gerne weiter, wenn Sie Sich für eine Listung auf CHECK24 interessieren.
Und so erreichen Sie Herrn Wahl:

E-Mail: partnermanagement@check24.de
Telefon: 089 2000 47 1505

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Neu im Pricemonitor: Die Artikelansicht wird übersichtlicher!

Pricemonitor - Neue FunktionAuf vielfachen Wunsch unserer Kunden zeigen wir nun Informationen, die das beobachtete Sortiment betreffen, direkt in der Artikelübersichtsseite an.

Wichtige Eckdaten, wie zum Beispiel die Anzahl gefundener Artikel oder die durchschnittliche Anzahl Angebote je Artikel, sehen Sie nun übersichtlich in der Artikelansicht zusammengefasst.

Was hat sich geändert?

Über den Reiter Märkte > Artikel gelangen Sie auf die neue Artikelübersichtsseite:

Artikelübersichtsseite des Pricemonitors

Oberhalb der Artikelliste finden Sie nun die neu hinzugefügten, sechs Kacheln.
Diese enthalten genauere Informationen über die Beschaffenheit des Marktes einerseits und die Arbeitsweise des Pricemonitors andererseits.
Es folgt eine kurze Erklärung der einzelnen Kacheln:

Überwachte Produkte

Hier können Sie ablesen, wie viele Artikel momentan in der Beobachtung inbegriffen sind.
Diese Kennzahl kann nützlich sein, um überprüfen zu können, ob möglicherweise Probleme beim Hochladen Ihres Sortiments vorliegen.

Gefundene Artikel

Hier mit inbegriffen sind alle Artikel, für die mindestens ein Angebot gefunden werden konnte.

Durchschnittliche Anzahl Angebote pro Artikel

Der Quotient aus der Anzahl gefundener Angebote (über alle Portale) und der Anzahl überwachter Artikel kann als Indikator dafür verwendet werden, wie stark „umkämpft“ der Markt ist: Je mehr Angebote pro Artikel existieren, desto mehr Wettbewerb herrscht.

Gefundene Angebote

Diese Kennzahl umfasst die gesamte Anzahl gefundener Angebote für alle beobachteten Artikel auf allen erfassten Portalen.

Gefundene Händler

Jeder Händler, der mindestens einen Ihrer Artikel anbietet, wird hier erfasst. Ein Hinweis: Ist ein Händler auf mehreren Portalen aktiv, wird er an dieser Stelle auch mehrfach gezählt.
Eine genauere Analyse der anbietenden Händler erlaubt die Händler-Übersicht unter Märkte > Händler.

Überwachte Portale

Alle Preisvergleichsseiten, Online-Marktplätze und Online-Shops, die Sie momentan beobachten, werden hier aufsummiert.

Was kann ich sonst noch mit diesen Informationen anfangen?

Die Artikelansicht eignet sich grundsätzlich vor allem für die Analyse Ihres Sortiments. Wenn Sie Ihr bestehendes Sortiment mit dem Pricemonitor beobachten, führt diese Ansicht Informationen zusammen, die zuvor nur an anderer Stelle zu finden waren, wie beispielsweise die Anzahl der Händler auf der Händler-Übersichtsseite.

Die Neuerung soll also für Ihr Bestandssortiment, die momentane Marktsituation sowie die Datenqualität des Pricemonitors durch zusätzliche Informationen für Sie transparenter machen.

Mit dem Pricemonitor lassen sich aber auch fremde Artikel und Märkte beobachten. Durch die neue Artikelansicht bietet sich nun die Möglichkeit, vor der Einführung eines neuen Sortiments oder dem Eintritt in einen neuen Markt (national wie international), zu testen, wie viele Angebote schon auf dem Markt für das gegebene Sortiment existieren. Dafür ist die durchschnittliche Anzahl an Angeboten pro Produkt ein gutes Maß. Auch die Anzahl der anbietenden Händler ist ein guter Indikator für die Wettbewerbssituation, für das neue Sortiment oder den neuen Markt.

Damit Sie immer auf dem neusten Stand sind: Andere Beiträge über Änderungen im Pricemonitor finden Sie hier: Neue Funktionen und Änderungen im Pricemonitor

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Interview mit Kooperationspartner Heiko Woywodt von Synesty

heiko-woywodt-synesty-middleware-repricing-magento-prestashop-plentymarkets

Wir haben Heiko Woywodt von unserem Kooperationspartner Synesty interviewt.
Heiko ist Senior Manager Business Development bei Synesty und Experte, wenn es um automatisierte Prozesse und Datenfeed-Optimierung im E-Commerce geht
“Mit Synesty Studio kann jeder Online-Händler im Baukastenprinzip schnell und einfach seine Prozesse automatisieren.
Und dies ohne Programmierkenntnisse!”

Hallo Heiko, vielleicht kannst Du einfach einmal kurz erklären wer Ihr seid und was Synesty macht.

Synesty ist ein Softwareunternehmen mit Firmensitz im thüringischen Jena. Wir stellen Onlinehändlern eine cloudbasierte Lösung zur Verfügung, mit welcher man alle Geschäftsprozesse im Onlinehandel automatisieren kann.

Was sind die drei wichtigsten Probleme, die Synesty für seine Kunden löst?

Unsere Kunden können mit unserer Lösung Synesty Studio alle Herausforderungen rund um die Themen Automatisierung, Schnittstellen und Datenfeeds bewältigen.
Als die drei wichtigsten Themen sehe ich dabei die Lieferantenanbindung/
Dropshipping, Anbindung von Warenwirtschaft an den Onlineshop sowie die Anbindung an beliebige Systeme, wie Marktplätze und Repricing Tools.

Welche Vorteile bieten sich mir als Online-Händler durch Synesty Studio?

Mit Synesty Studio kann jeder Online-Händler im Baukastenprinzip schnell und einfach seine Prozesse automatisieren.
Und dies ohne Programmierkenntnisse!
Die Vorteile für Online-Händler liegen damit auf der Hand und ich möchte die Wichtigsten nennen:

  1. erhebliche Einsparung bei Projekt- und Entwicklungskosten
  2. sehr kurze Projektlaufzeiten durch schnelle Umsetzungsmöglichkeiten vs. Langläuferprojekte
  3. Umsetzung und auch spätere Änderungen und Anpassungen können selbst vorgenommen werden vs. Beauftragung einer internen/externen Entwicklung

Wir hatten uns ja im März auf dem e-Commerce Day kennengelernt.
Zur konkreten Zusammenarbeit kam es wenige Wochen später, auf Wunsch eines gemeinsamen Kunden hin. Wie zufrieden bist Du mit der Kooperation zwischen Synesty und Patagona?

Schon in unserem ersten Gespräch habe ich festgestellt, dass wir auf derselben Wellenlänge sind und die Themen Kundenzufriedenheit sowie Service/Support
für unsere beiden Unternehmen eine sehr wichtige und entscheidende Rolle spielen.
Dies hat sich auch in unserer weiteren Kooperation wiedergespiegelt und wir konnten so gemeinsam in kürzester Zeit erste Kunden gewinnen.

Um es also kurz zu beantworten: Sehr zufrieden!

Ist Synesty Studio auch für Leute ohne Programmierkenntnisse geeignet?

Genau dies ist die Hauptzielgruppe von Synesty Studio, da für unsere Lösung keine Programmierkenntnisse notwendig sind.
Aber natürlich wird unserer Software auch von Entwicklern genutzt, um schnell mal das eine oder andere Projekt umzusetzen.

Womit kann ich Synesty neben unserem Pricemonitor noch verbinden?

Generell kann man mit Synesty jedes beliebige System anbinden und die unterschiedlichsten Datenformate austauschen.
Wichtig ist nur, dass die anzubindenden Systeme über eine Kommunikationsmöglichkeit “nach außen” verfügen.
Dies kann im einfachsten Fall ein Datenaustausch über FTP sein, bis hin über die Kommunikation über eine API.

Für viele Systeme haben wir bereits Add-Ons erstellt, die unsere Kunden nutzen können. Die Add-Ons haben den wesentlichen Vorteil, dass sich die Kunden nicht mit der Schnittstelle
des anzubindenden Systems auseinandersetzen müssen.

Unter unseren zahlreichen Add-Ons findet man unter anderem Add-Ons für Marktplätze, wie Amazon Seller Central, Amazon Vendor, Hitmeister, PriceMinister, Add-Ons für Preis- und Vergleichsportale, wie idealo oder check24 sowie für zahlreiche Warenwirtschafts- und Onlineshopsysteme, wie plentymarkets, shopware, PrestaShop, Magento, JTL oder afterbuy. Natürlich gibt es auch das Add-On zur Anbindung von Patagona.

Welche Anforderungen muss mein Onlineshop erfüllen, um Synesty Studio zu nutzen?

Hier gibt es keine speziellen Anforderungen. Generell kann Synesty für jeden Onlineshop genutzt werden.

Kann man euer System unverbindlich testen und an wen müsste man sich hierfür wenden?

Synesty Studio kann jeder unverbindlich und zeitlich unbegrenzt testen.
Da wir eine cloudbasierte Lösung haben, meldet man sich über unsere Webseite synesty.com an und kann sofort loslegen.

Synesty testen

Vielen Dank Heiko, für das Gespräch und auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit!

Das Interview führte Maximilian Bank mit Heiko Woywodt am 10.11.2016

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Tags und Kategorien – Tipps und Tricks fürs Repricing

Pricemonitor - Neue Funktion
Wir haben in der letzten Zeit viel daran gearbeitet, den Pricemonitor für Sie noch interaktiver zu gestalten und Ihnen zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten zu bieten.Sie können den Upload der Artikeldaten nun selbst steuern, indem Sie eine CSV-Datei im Pricemonitor hochladen. Darüber hinaus besteht nun auch die Möglichkeit, Ihre Artikel beim Import in den Pricemonitor mit sogenannten “Tags” zu versehen.Was es mit diesen Tags auf sich hat und in welcher Weise Sie diese nutzen können, erfahren Sie hier.

Wie lade ich Artikel selbst hoch?

Anmerkung: Falls Sie bereits über die API-Schnittstelle mit dem Pricemonitor verbunden sind, können Sie diesen Abschnitt getrost überspringen.Gehen Sie auf den Reiter Verwaltung und klicken Sie dann auf “Artikelimport”. Sie haben nun die Möglichkeit eine CSV-Datei hochzuladen:
Pricemonitor Upload Import Artikelliste CSV mit TagsAchten Sie darauf, die Spaltenheader der Pflichtfelder (GTIN, Artikelbezeichnung etc.) genau so zu benennen, wie es Ihnen in der Vorschau angezeigt wird.Überprüfen Sie anschließend, ob das Spaltentrennzeichen (Komma, Semikolon, Tabulator etc.) und das Dezimaltrennzeichen (Punkt oder Komma) korrekt erkannt wurden.Bestätigen Sie den Warnhinweis, dass in der neuen Liste nicht enthaltene Artikel auch nicht mehr beobachtet werden (so können Sie veraltete Artikel aus der Beobachtung entfernen).Klicken Sie nun noch auf “Artikel importieren”.Der Artikelimport wurde nun veranlasst. Dies kann ein paar Minuten dauern. Unterhalb der Tabelle wird Ihnen mit einem Häckchen angezeigt, sobald der Import erfolgreich abgeschlossen wurde.

Tags können zum Segmentieren Ihres Sortiments verwendet werden

So lässt sich Ihr Sortiment in der Weboberfläche des Pricemonitors ganz einfach Sortieren und Filtern (Siehe Bild).
Im Pricemonitor können Sie sich dann auch bestimmte Auswertungen und Statistiken Tag-weise anzeigen lassen.Tags sind nicht auf “starre” Texte beschränkt!
Sie können Wert-Paare hinterlegen, wie zum Beispiel: Durchmesser = 200cm
Hier ein paar Beispiele, wie Sie Ihr Sortiment “taggen” können:

    1. Hersteller
    2. Produktlinie
    3. Artikel-Set
    4. Sonderaktion
    5. Durchmesser
    6. Einkaufspreis
    7. Lieferant
    8. Lagerbestand
    9. etc.
Pricemonitor Tags und Kategorien zum Sortieren und FIltern - Vorschau

So lassen sich Artikel Ihres Sortiments taggen

Fügen Sie Ihrer Artikelliste neben den Standardinformationen (GTIN, Artikelbezeichnung und Referenzpreis) beliebig viele neue Spalten hinzu.
Diesen geben Sie einfach einen frei gewählten Namen. Alle Spalten, die der Pricemonitor bisher nicht kennt, interpretiert er als Tags:
Pricemonitor Artikelliste CSV mit Tags

Unsere API-Schnittstelle sieht ebenfalls den Import von Tags vor. Sprechen Sie uns einfach darauf an, wenn Sie hierzu mehr Informationen wünschen.

Repricing-Strategien an Tags ausrichten

Ein weiterer spannender Anwendungsbereich von Tags ist das Repricing:

Mit dem Pricemonitor lassen sich Repricing-Strategien in Abhängigkeit von gesetzten Tags ausrichten.Eine solche Strategie könnte beispielsweise so aussehen:

Wenn Lieferant = “XYZ”:

  • Unterbiete den günstigsten Konkurrenten um 0,01€

Andernfalls:

  • Ziehe mit dem günstgisten Konkurrenten gleich

Mehr dazu, wie sich inividuelle Repricing-Strategien umsetzen lassen, erfahren Sie hier: Individuelle Repricing-Strategien mit dem Pricemonitor

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blog Pricemonitor

Neue Pricemonitor-Funktion: Tags für Ihre Artikel

Wir haben in der letzten Zeit viel daran gearbeitet, den Pricemonitor für Sie noch interaktiver zu gestalten und Ihnen zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten zu bieten.
Seit einiger Zeit stehen Ihnen bereits neue Filteroptionen in der Repricing-Ansicht zur Verfügung.
Nun haben Sie darüber hinaus auch die Möglichkeit, Ihre Artikel beim Import in den Pricemonitor mit sogenannten “Tags” zu versehen.

Wozu kann ich die Tags nutzen?

Mit den Tags können Sie Ihren Artikeln Kategorien wie zum Beispiel den Hersteller, die Farbe, Einzel – oder Setware usw. zuweisen, um Sie später besser im Pricemonitor filtern zu können. Außerdem besteht die Möglichkeit, Repricing-Strategien basierend auf diesen Tags anzuwenden.
Welche Tags Sie verwenden möchten und wozu Sie diese verwenden, ist ganz allein Ihnen überlassen.

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blog Messen

Patagona auf der Internet World 2016 in München

Internet World 2015, 24.03.15 Messetag 1 Foto: Marion Vogel
Foto: Marion Vogel

Die Internet World ist die Pflichtveranstaltung für Online-Shop-Betreiber und Service-Anbieter aus dem E-Commerce-Umfeld.
Und natürlich darf Patagona als Anbeiter innovativer Preisbeobachtunges- und Repricing-Lösungen nicht fehlen.
Wir freuen uns jetzt schon auf spannende Gespräche und die tolle Atmosphäre, die wir auch letztes Jahr schon genießen durften. Sie finden uns am Stand E251 in Halle B6, zusammen mit unserem Kooperationspartner Cateno. Wir freuen uns auch dieses Jahr wieder, gemeinsam in München vertreten zu sein.
Besonders freuen wir uns, die Integration des Pricemonitors in Cateno 5 vorstellen zu dürfen.

Dank der engen Zusammenarbeit der beiden Unternehmen und der daraus resultierenden Integration, können Shop-Betreiber aus dem microtech-Umfeld (büro+ und ERP-Complete) nun einfach wie nie ein automatisches Repricing Ihres Sortiments durchführen.

Wir würden uns über einen Besuch von Ihnen freuen.
Melden Sie sich gern persönlich bei uns, um einen Termin zu vereinbaren:

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blog Händler

Psychologische Effekte im Kaufentscheidungsprozess

Junge Frau beim ShoppingGeht es aus Sicht eines Händlers darum, den passenden Preis für einen Artikel zu bestimmen, so reicht es nicht aus, die “harten Faktoren” wie beispielsweise die eigenen Kosten oder die Preise der Konkurrenz zu berücksichtigen.
Idealerweise bezieht der Händler weitere so genannte “weiche Faktoren” in die Preisbildung mit ein. Hierzu zählen verschiedene psychologische Effekte auf Kundenseite, die wir im Folgenden untersuchen möchten.
“Der Wunsch ist der Vater des Gedankens.
Das Unterbewusste seine Mutter.”
– Peter Amendt (*1944), Franziskaner

Die klassische Sicht

In der klassischen Betriebswirtschaftslehre wird der Konsument als streng rational handelner Protagonist beschrieben. Dieser handelt stets nach den Grundsätzen der Nutzenmaxmierung bzw. Kostenminimierung. Diese Sichtweise manifestiert sich im so genannten ökonomischen Prinzip.

Vergessen Sie diese Sichtweise für einen Moment. Sie mag im Ansatz stimmen, es sollte jedoch nicht vergessen werden: Wir reden hier über Menschen und Menschen handeln niemals absolut rational!

Sicher kennen auch Sie ein Beispiel von sich selbst bezüglich eines Einkaufs, den Sie im Nachhinein bereuten. Entweder konnten Sie die erworbene Sache gar nicht gebrauchen oder der Preis schien Ihnen im Nachgang als zu hoch.
Dann sind Sie wahrscheinlich “Opfer” einer der folgenden Effekte geworden:

Verpflichtungsgefühl

Vielleicht kenne auch Sie das aus dem Einzelhandel: Ein Verkäufer hat sich eine ganze Weile mit Ihnen als Kunden beschäftigt und nun fühlen Sie Sich irgendwie verpflichtet nicht mit leeren Händen den Laden wieder zu verlassen.
Sicher ist dieses Gefühl von Verpflichtung im E-Commerce schwerer umzusetzen, es lohnt sich dennoch darüber nachzudenken, wie man es als Verkäufer erreichen kann, da hierdurch höhere Preise erfolgreich durchgesetzt werden können.
Praxis-Tipp:
Wie wäre es beispielsweise mit einem Foto von Ihnen und Ihrer Belegschaft (oder einem Familienfoto), das Sie im Kaufprozess Ihres Onlineshops anzeigen, ergänzt durch einen kurzen Satz, in dem Sie den Kunden für sein Vertrauen oder seine Treue danken.
Möglicherweise lässt sich hierdurch die Abbruchquote deutlich senken.

Kapitulation vor zu komplexen Kaufentscheidungen

Viele Onlineshops setzen auf Recommendation Engines (RE), um dem Kunden andere Artikel des Sortiments schmackhaft zu machen.
Diese Technik wird beispielsweise durch den Branchen-Primus Amazon extrem erfolgreich eingesetzt.
Nichts desto trotz birgt diese Technologie auch Gefahren. Vergessen Sie nicht, dass das oberste Ziel einer jeden Angebotsseite der Klick auf den “Kaufen-Button” sein sollte.
Im schlimmsten Fall haben Sie einen Kunden bereits vom Kauf überzeugt, doch dann wirft er einen Blick auf die angezeigten “ähnlichen Produkte”. Nun muss er recherchieren, vergleichen und abwägen. Dieser Vorgang an sich kann schnell komplizert werden.
Die Lust am Kauf geht da nicht selten verloren.
Fazit: Recommendation engine einsetzen? Ja, aber mit Bedacht!

Zufriedenheit über das Zustandekommen des Preises

Es gibt sie: Kunden, die erst dann zufrieden sind, wenn Sie Ihnen preislich entgegen gekommen sind. Ob der Preis im Endeffekt wirklich günstig ist oder nicht, spielt eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist es für diesen Kundentypus, dass er als Gewinner aus der Situation geht und am besten im Bekanntenkreis mit seinem Verhandlungsgeschick prahlen kann.
Praxis-Tipp:
Ein Livechat kann eine gute Möglichkeit sein, um mit verhandlungsfreudigen Kunden in Kontakt zu treten.
Eine andere erfolgversprechende Technik kann es sein, Kunden persönlich (kein Newsletter!) über besondere individuelle Angebote aufmerksam zu machen.
Wichtig hierbei: Setzen Sie sich und Ihren Mitarbeitern klare Grenzen, bis wohin gehandelt werden darf.

Knappheit des Angebots

Knappe Ressourcen wecken bei uns Menschen uralte Instinkte. Wird ein Angebot zeitlich oder Mengen-mäßig begrenzt, kann sich dies positiv auf die Kaufbereitschaft der Kunden auswirken.
In der Psychologie wird dieser Mechanismus auch Reaktanz genannt.
Viele Online-Shops und Marktplätze zeigen an, wie oft ein Artikel vorrätig ist.
Doch Achtung! Dass allein der Verdacht auf absichtliche Falschangaben schon nach hinten losgehen kann, musste der Branchenprimus Zalando am eigenen Leib erfahren:
Trickst Zalando seine Kunden aus? (Stern, 31.08.2015)

Wahrnehmung von Zahlen

Als Händler gibt es zwei Gründe sich mit der Wirkung und Wahrnehmung von Zahlen zu beschäftigen: Zum einen ist es möglich durch eine geschickte Preiswahl mehr zu verkaufen. Zum anderen können selbst höhere Preise niedriger wirken, wenn Sie geschickt gewählt wurden. Dadurch lässt sich eine höhere Marge realisieren.

Der Wahrnehmung von Zahlen haben wir uns im Detail in einem anderen Blog-Beitrag beschäftigt:
Hier erfahren Sie mehr: Preispsychologie und die Wirkung von Zahlen

Fazit

Wir haben einige psychologische Effekte aufgezeigt und beschrieben, welchen Einfluss sie auf die Kaufentscheidung haben.
Richtig genutzt können Sie dem Online-Händler dabei helfen, mehr zu verkaufen (Stichwort: Umsatzsteigerung) oder höhere Preise zu etablieren (Stichwort: Margensteigerung).
Es besteht daher ein direkter Zusammenhang zwischen den psycho-emotionalen Teil der Kaufentscheidung und der Preisbildung.
Welche Faktoren sonst noch bei der Preisbildung eine Rolle spielen sollten, erfahren Sie in unserem Überblick: Preisbildung und Preisgestaltung für Online-Shops

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Die Zahlungsbereitschaft als Faktor bei der Preisbildung

Das berühmte Kaufhaus, die Galeries Lafayette in ParisDie Preise von Waren und Dienstleistungen jedweder Art werden seit jeher an der Zahlungsbereitschaft der Käufer ausgerichtet.
Schon die alten Römer wussten:
“Jedes Ding ist wert, was der Käufer dafür zahlen will.”
– Publius Syrus
Doch was bedeutet dies für den Online-Händler von heute?
Sollte die Zahlungsbereitschaft Einfluss auf den Preis haben und wenn ja: Wie kann man die Zahlungsbereitschaft sinnvoll abschätzen?

Diesen Fragen möchten wir uns im folgenden Beitrag widmen.

Was versteht man unter der Zahlungsbereitschaft?

Als Zahlungsbereitschaft wird gemeinhin der Preis verstanden, den ein Kunde maximal bereit ist für eine Ware oder Dienstleistung zu zahlen.

Die Zahlungsbereitschaft eines Kunden setzt implizit voraus, dass ein Bedürfnis besteht, welches mit Hilfe der Ware oder Dienstleistung befriedigt werden soll.

Handelt es sich bei der angebotenen Ware um eine Schale Reis, so dürfte relativ klar sein, dass das zu befriedigende Bedürfnis in diesem Fall der Hunger des Kunden ist.

Bei anderen Waren bzw. Leistungen ist es deutlich schwieriger zu ermessen, welche Bedürfnisse hier befriedigt werden sollen, zumal oftmals eine Kombination aus verschiedenen Bedürfnissen zugrunde liegt. Hinzu kommt, dass Bedürfnisse stets subjektiver Natur sind und eine objektive Kategorisierung ein schwieriges Unterfangen ist.
Die Maslowsche Bedürfnishierarchie stellt einen Versuch dar, die menschlichen Bedürfnisse grob in Kategorien zu unterteilen.

Bedarf und Bedürfnis – wo liegt der Unterschied?

Zwei Begriffe, die oft durcheinander gebracht werden sind “Bedürfnis” und “Bedarf”.
Was ein Bedürfnis ist, haben wir eben geklärt. Aber wo besteht der Unterschied zum Bedarf? Unter dem Bedarf wird im wirtschaftlichen Kontext ein Bedürfnis in Kombination mit einer vorhandenen Kaufkraft verstanden. Das bedeutet: Erst, wenn ein Kunde über eine minimale Kaufkraft verfügt, wird aus einem Bedürfnis ein Bedarf.preiselastizitaet_nachfrage_zahlungsbereitschaft

Die Kaufkraft und die Zahlungsbereitschaft stehen hier in einem sehr engen Verhältnis:
Führt man die Definitionen von Bedürfnis, Bedarf und Zahlungsbereitschaft zusammen, so lässt sich die einfache Formel aufstellen:
Bedarf = Bedürfnis + Zahlungsbereitschaft
(das + soll hier nicht zu “mathematisch” interpretiert werden, sondern eher als “in Kombination mit” verstanden werden)

Wie bestimmt man die Zahlungsbereitschaft?

Es gibt an dieser Stelle eine gute und eine schlechte Nachricht – die schlechte zuerst:
Die Zahlungsbereitschaft eines Kunden K für einen bestimmten Artikel A zum Zeitpunkt Z und den allgemeinen und persönlichen Umständen U lässt sich nicht so einfach berechnen.
Dafür beinhaltet die Variable U zu viele nicht quantifizierbare Komponenten:

Allgemeine Umstände

Knappheit: Es gibt nur noch eine begrenzte Anzahl des angebotenen Produkts: Der Kunde fürchtet, dieses in Zukunft nicht mehr kaufen zu können.
Substitutive Produkte: Die Zahlungsbereitschaft für ein Produkt wird durch die Preise von Ersatzprodukten limitiert

Persönliche Umstände

Positive Voreingenommenheit: Der Kunde hat eine Werbung für ein modisches Produkt gesehen und möchte dieses nun unbedingt haben.
Negative Voreingenommenheit: Der Kunde hat in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit einem Hersteller gemacht.
Weg und Gelegenheit: “Wenn ich schon einmal da bin, kann ich auch gleich noch … kaufen.”

Die Beispiele verdeutlichen, wie schwer es ist, im Einzelfall die Zahlungsbereitschaft genau zu bemessen.

Die Elastizität der Nachfrage

Im letzten Abschnitt haben wir gezeigt, warum ein Versuch die Zahlungsbereitschaft im Einzelfall exakt zu bestimmen zum Scheitern verurteilt ist.

Nun folgt die gute Nachricht: Es geht eben doch (irgendwie)!

Das Stichwort hierfür heißt Preiselastizität bzw. Elastizität der Nachfrage.
Preiselastizität ist hier der allgemeinere Begriff und umfasst streng genommen auch die Elastizität des Angebots.
Aus diesem Grund möchten wir uns an dieser Stelle auf die Elastizität der Nachfrage konzentrieren.

Die Elastizität der Nachfrage ist ein Maß dafür, welche (relative) Änderung sich bei der Nachfrage ergibt, wenn eine (relative) Preisänderung eintritt.
Verständlicher ist es als Frage formuliert: Wie ändert sich die Nachfrage, wenn ich als Händler den Preis anhebe bzw. senke?

Würde man für ein konkretes Produkt den Preis schrittweise anheben und die verkauften Stückzahlen (hier gleichbedeutend mit der “Nachfrage”) in ein Koordinatensystem einzeichnen, so würde sich eine der folgenden drei Kurven ergeben: Preisbildung nachfrageorientiert Zahlungsbereitschaft Preiselastizität Elasitzität der nachfrage Kurve APreisbildung nachfrageorientiert Zahlungsbereitschaft Preiselastizität Elasitzität der nachfrage Kurve B

Preisbildung nachfrageorientiert Zahlungsbereitschaft Preiselastizität Elasitzität der nachfrage Kurve C

Kurve C sollte eher eine Ausnahme sein. Typischer sind die Kurven-Verläufe A und B.

Das bestechende an dieser Methode ist die Tatsache, dass das “Messergebnis” natürlich durch Umstände, wie z.B. die Konkurrenzsituation verfälscht werden kann, dies aber im Grunde nur dazu führt, dass die tatsächliche Marktlage noch präziser abgebildet wird. Sicherlich ist dann die geschätzte Zahlungsbereitschaft nicht mehr ganz so exakt, wie wenn sich alle Störfaktoren eliminieren ließen, wenn aber das Ziel lautet einen möglichst marktgerechten Preis zu ermitteln (Stichwort: Repricing), so trifft diese Methode voll ins Schwarze.

Preisoptimierung anhand der Zahlungsbereitschaft

Die Berechnung der Elastizität der Nachfrage kann sich natürlich auch automatisieren lassen.
Ergänzt man diese Methode, indem man die nachgefragte bzw. gekaufte Stückzahl mit dem Preis multipliziert, lässt sich leicht ein Umsatz für jeden möglichen Preis prognostizieren.
Kombiniert man diese nachfrageorientierte Preisbestimmung mit einer möglichst genauen Aufstellung der (Stück-)Kosten, so lässt sich nicht nur der Umsatz, sondern der Gewinn(!) maximieren.

Schwachpunkte der nachfrageorientierten Preisbildung

In der Theorie scheint die nachfrageorientierte Preisbildung unter Berücksichtigung der Kosten als optimale Lösung, die zu einer Maximierung des Gewinns zu führen scheint.
In der Realität ergeben sich allerdings Probleme ganz profaner Natur: Wenn die Anzahl der verkauften Stückzahlen zu gering ist, lassen sich keine statistisch signifikanten Schlüsse ziehen.
Dies hängt einfach damit zusammen, dass die beschriebene Methode nicht den Einzelfall, sondern die Gesamtmenge an Nachfragesituationen bemisst und prognostiziert.

Im schlimmsten Fall kommt es bei einer zu kleinen Anzahl an “Messpunkten” zu falschen Prognosen und dazu, dass weder Gewinn, noch Umsatz oder Marge optimal sind.

Die Gewinnoptimierung durch diese Methode sollte daher nur für Artikel mit vergleichsweise hohem Absatz Anwendung finden.
Das macht es größeren Marktteilnehmern natürlich deutlich leichter, einen optimalen Preis zu kalkulieren.

Von Amazon ist beispielsweise bekannt, dass diese die Preise relativ stark schwanken lassen, um die Elastizität der Nachfrage abschätzen zu können.
Mehr zur Marktmacht von Amazon und was Sie als Online-Händler dagegen tun können finden Sie in unserem Beitrag: Die Macht von Amazon – Die richtigen Strategien für Online-Shops

Fazit und Ausblick

Der Bedarf und die Zahlungsbereitschaft der Kunden stellen wichtige Faktoren für die Preisbildung dar.
In der Praxis kann es jedoch schwierig sein, diese richtig zu schätzen.
Eine Messung der Elastizität der Nachfrage kann hier einen guten Näherungswert liefern, sofern der Absatz des untersuchten Artikels groß genug ist.
In Kombination mit einer Kalkulation der Kosten, kann diese Methode zur Berechnung des optimalen Preises verwendet werden.
Der optimale Preis verspricht einen maximalen Gewinn bzw. Deckungsbeitrag.

Hier gelangen Sie (zurück) zu unserem Beitrag, der sich mit den verschiedenen Einflussfaktoren der Preisgestaltung beschäftigt und als Einstieg in das Thema dienen soll.

Wenn Sie mehr über die ständige Anpassung der eigenen Preise am Markt erfahren möchten: Hier  finden Sie mehr zum Thema Repricing.