Filter intelligent einsetzen

Neben den Preisstrategien, sind Filter der zweite wichtige Baustein für Ihre Arbeit mit dem Pricemonitor. Dieser Artikel soll Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Filteroptionen und deren Anwendungsfälle geben.

Roadmap Repricing

 

Was sind Filter?

Um den optimalen Preis für einen Artikel bestimmen zu können, geht der Pricemonitor in einem ersten Schritt los und extrahiert alle Angebote für diesen Artikel von Online-Marktplätzen bzw. Preisvergleichsseiten.
Ein Angebot besteht in der Regel aus einem Preis, Lieferkonditionen, Händlerinformationen sowie weiteren Attributen.
Doch längst nicht jedes dieser Angebote taugt auch dazu um in der anschließenden Preisoptimierung berücksichtigt zu werden.
Gründe, warum es sinnvoll sein kann, ein Angebot nicht zu berücksichtigen können sein:

  • Es handelt sich um einen Zweit- oder Dritt-Shop von Ihnen selbst
  • Der Artikel ist bei dem anbietenden Händler nicht vorrätig
  • Es handelt sich um eine Variante des Artikels, die Sie nicht berücksichtigen möchten
  • Der Marktplatz hat einen Fehler bei der Zuordnung der Angebote gemacht
  • ...

Nun kommen die Filter ins Spiel: Mit Hilfe von Filtern, teilen Sie dem Pricemonitor mit, welche Angebote Einfluss auf das Repricing haben sollen und welche nicht.

 

1. Blacklist & Whitelist

Es gibt hier zwei grundsätzliche Perspektiven, die wir im Folgenden kurz vorstellen möchten: Blacklisting und Whitelisting:

  • Blacklisting

    Beim Blacklisting wird zunächst einmal davon ausgegangen, dass alle Angebote grundsätzlich "valide" sind. Ausnahmen werden durch den Filter entsprechend aussortiert.
    Ein Anwendungsbeispiel wäre, dass Sie grundsätzlich alle anbietenden Händler als Konkurrenten betrachten. Bestimmte Händler, die ignoriert werden sollen, werden durch einen Filter aussortiert.
    So lassen sich übrigens auch die Angebote ganzer Marktplätze auf einer Preisvergleichsseite ignorieren (z.B. bei Idealo keine Angebote des Marktplatzes Rakuten berücksichtigen).

  • Whitelisting

    Die Whitelist funktioniert umgekehrt zur Blacklist. Das bedeutet, dass zunächst einmal alle Angebote als „invalide“ eingestuft werden. Erst ein entsprechender Filter sorgt dafür, dass bestimmte Angebote als "valide" markiert werden. Ausschließlich die validen Angebote werden bei der Berechnung der optimalen Preise berücksichtigt.
    Diese Herangehensweise bietet sich immer dann an, wenn ein größerer Teil der Angebote für einen Artikel in Ihren Augen keine Konkurrenz für Sie darstellt. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn auf einer Preisvergleichsseite die Einzelprodukte und Produkt-Bundles vermischt angezeigt werden.

 

2. Filter basierend auf Angebots-Eigenschaften

Wenn Sie sich für den Einsatz einer Blacklist bzw. Whitelist entschieden haben, stellt sich als nächstes die Frage nach den Angebots-Eigenschaften auf denen Sie Ihre Filter aufbauen möchten.
Hier sind einige Angebots-Attribute, die Ihnen in diesem Kontext zur Verfügung stehen:

  • Preis
  • Lieferkosten
  • Lieferzeiten
  • Angebotsbezeichnung/Artikelname
  • Händlername
  • Verfügbarkeit
  • Kundenbewertungen
  • Fulfillment by Amazon (FBA)
  • ...

Sie können so beispielsweise definieren, dass nur Angebote mit einer bestimmten Lieferzeit berücksichtigt werden sollen:

Ein einfacher Repricing-Filter basierend auf den Lieferzeiten

 

3. Filter basierend auf Tags

Grundsätzlich können Sie die Artikel Ihres Sortiments individuell mit beliebigen Informationen, sogenannten "Tags", anreichern. Tags können beispielsweise sein:

  • Hersteller
  • Gewicht
  • Farbe
  • Einkaufskosten
  • Lagerbestand
  • Abverkaufsartikel
  • Top-Seller- bzw. Longtail-Artikel
  • ...

Wenn Sie dem Pricemonitor beispielsweise mitteilen, ob es sich bei einem Artikel um ein Top-Seller oder einen Longtail-Artikel handelt, können Sie sich bei den Top-Sellern ausschließlich an Händler A,B und C orientieren, während für die Long-Tail Produkte alle Händler berücksichtigt werden.

Tag-basierte Filter machen besonders dann Sinn, wenn sie mit Attributs-basierten Filtern kombiniert werden. Mehr dazu erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

 

4. Die Kombination von Filtern

Sie wissen nun, dass sich Filter auf Angebots-Attribute, sowie Artikel-Tags anwenden lassen und dass man grundsätzlich zwischen einem Blacklisting und einen Whitelisting unterscheiden kann.
Eine Frage, die Sie sich möglicherweise an diesem Punkt stellen: Ist es auch möglich, Filter   miteinander zu kombinieren? Das ist in jedem Fall möglich und in vielen Fällen auch sinnvoll!
Dies kann beim Pricemonitor auf zwei Art und Weisen geschehen:

  • Verschachtelte Filter

    Durch die direkte Kombination verschiedener Filter, lassen sich komplexe Filter aufbauen.
    Ein Beispiel für einen verschachtelten Filter:

    Beispiel eines komplexen Repricing-Filters

  • Ergänzende Filter

    Der Nachteil von verschachtelten Filtern ist, dass Sie sehr schnell recht "unhandlich" und schwer nachzuvollziehbar werden können. Es kann daher geschickter sein, Filter getrennt voneinander zu definieren. Der Pricemonitor führt diese dann nacheinander aus, wodurch es auch hier zu einer Kombination der Einzelfilter kommt.

 

Und so geht es weiter…

Nachdem alle ungewollten Angebote heraus gefiltert wurden, ist es endlich soweit für die Berechnung der optimalen Preise.
Hierfür kommen so genannte Repricing-Strategien zum Einsatz.
Wie das geht, erfahren Sie im letzten Teil unserer Roadmap: Die optimale Preisstrategie für Ihren Shop

 

Wir helfen Ihnen gerne

Filter sind ein spannendes Thema, bei dem wir Sie gerne unterstützen. Hinterlassen Sie uns hier einfach eine Nachricht, wir melden uns gerne bei Ihnen.
Ansonsten erfahren Sie mehr über den Funktionsumfang des Pricemonitors hier: Funktionsübersicht des Pricemonitors

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